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Bike Touren

Pico del Teide Extrem

Die Umrundung des Pico del Teide (II)

In der Cañadas

Bild 1: Meine erste Pause im Llano de Ucanca (Mondmeer) mit Blick zum Teide.
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Cañadas 2

Bild 2: Auf der Straße von Boca Tauce zum Mirador del Chio. Rechts und links wild zerklüftetes Lavagestein. (Das schwarze Teil rechts an der Lenkstange ist "nur" mein Handschuh.)
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tafel

Bild 3: Wegtafel - die leider mehr verwirrt als hilft ...
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Kiefernallee

Bild 4: Einer der schönsten Streckenabschnitte. Kiefern soweit das Auge reicht und die Kiefernnadeln polstern den Weg.
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teide

Bild 5: Typische Aussicht mit Blick zum Teide
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Lava

Bild 6: Blick zurück in einem Lavafeld
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Piedra de los Pastores

Bild 7: Wegabzweig bei Piedra de los Pastores. Hier beginnt die Auffahrt zur Fuente de Mesa und weiter nach El Portillo.
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Überarbeitet im Mai 2006

Dies ist so etwas wie meine Pflichttour auf Teneriffa! Zur Abwechselung bin ich sie im Uhrzeigersinn gefahren ;-)

Sie ist eine Herausforderung an Kondition und Material! Mehr als 75 km und etwa 1500 Höhenmeter, davon etwa die Hälfte auf einsamen holprigen Forstwegen.


Vorbemerkungen

Für diese Tour sollte man mindestens sechs Stunden einplanen. Da man im nördlichen Abschnitt dieser Tor stundenlang auf sich alleine angewiesen ist und keine Abkürzungen fahren kann, sind ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz und eine gute körperliche Verfassung eine unbedingte Voraussetzung.

Da es zeitlich anders nicht schaffbar ist, muss man zu etwa der Hälfte dieser Tour auf der Straße durch die Las Cañadas fahren (siehe Karte). Wobei an dieser Stelle noch einmal daran zu erinnern ist, dass man im Teide Nationalpark abseits der Straßen nicht fahren darf!

Es empfiehlt sich für diese Tour früh aufzustehen, denn früh morgens ist der Verkehr in der Las Cañadas noch erträglich. Wer möchte schon von den vielen Bussen eingequalmt werden? Und die Sonne brennt auch noch nicht so stark.


Tourenbeschreibung

Als Startpunkt dieser Tour wählte ich El Portillo. Hier kann man entweder sein Auto problemlos abstellen oder mit dem Linienbus anreisen. Letzteres bietet sich als interessante Alternative an: Man kann entweder die Tour abzukürzen, bzw. sie mit einem gigantischen Downhill bis hinunter zur Küste abzuschließen.

Zunächst geht es etwa 10 km und 300 Höhenmeter auf der Straße TF21 hinauf zum höchsten Punkt dieser Tour in die Las Cañadas.

Wenn die Teide Seilbahn in Sicht kommt, hat man den ersten und für lange Zeit einzigen nennenswerten Aufstieg hinter sich. Jetzt geht es auf teilweise schnurgeraden Strecken mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h (wenn man das Bike einfach rollen lässt) hinunter bis zum Llano Ucanca (Mondmeer, Bild 1). Am Parkplatz zu den Los Roques sollte man bremsbereit sein, denn die Fußgänger und Autofahrer rechnen hier nicht mit Bikern und schon gar nicht mit so schnellen!

Weiter geht es mit nur ganz leichten Steigungen bis zum Boca Tauce. Ab hier geht es durch eine der unwirtlichsten Gebiete in der Las Cañadas. Rechts und links der Straße (Bild 2) befindet sich nur gröbstes Lavagestein mit tiefen Löchern zwischen drin. Man fährt unbewusst immer mehr in Richtung Straßenmitte, da man hier man auf keinen Fall von der Straße abkommen möchte.

Nachdem man die Grenze des Nationalparks hinter sich gelassen hat, geht es wieder mit hoher Geschwindigkeit abwärts. Aber man sollte tunlichst darauf achten den richtigen Abzweig nicht zu verpassen. Dies ist ein relativ unscheinbarer Lavaasche-Weg, etwa gegenüber von einen Freizeitgelände (ein Parkplatz mit Grillplätzen). Ich bin auch erst einmal vorbei gefahren, da das GPS noch etwa 1 km bis zu Abzweig (Wegpunkt P-CHIO) anzeigte. Das Gelände war zu tief in meiner (Papier-) Karte eingezeichnet. Ich bin vorsichtshalber wieder zurück gefahren. Erst später wurde mir bewusst, dass das nicht unbedingt notwendig war. Ich hätte alternativ auch auf einer tiefer, d.h. näher zur Montana Negro, gelegenen Strecke fahren können.

Der jetzt folgende Streckenabschnitt war Schweiß treibend: die Sonne heizt die schwarze Lava gründlich auf, das Fahren in der Lavaasche ist  anstrengend und Schatten spendende Bäume gibt es kaum. 

Nach einigen Schlenkern durch die Lava-Geröllfelder wird der Weg dann angenehmer. An der in (Bild 3) gezeigten Weggabelung biegt man rechts ab. Geradeaus würde es hinunter zur Las Areas Negras gehen.

Auf den nächsten 15 km hält man sich an allen Abzweigungen einfach immer geradeaus. Dieses Teilstück führt in relativ konstanter Höhe (1500 bis 1600 m) monoton von einem Barranco zum nächsten. Die interessanteste Abwechselung ist ein Lavafeld (Bild 6).

In der Lomo de las Chupaderos, in der Nähe eines Waldbrand-Überwachungsturms zweigt der Weg mehrfach ab (weitere Details siehe hier). Hier ist man etwas ratlos wie man am besten weiter fährt, da die Wege in der Karte nicht eindeutig findbar sind und in meinem GPS hierzu noch kein Wegpunkt (ZTU-9) gespeichert war. Aus heutiger Sicht empfehle ich den leicht ansteigenden Weg zu wählen, um so den voraus liegenden Barranco oberhalb zu umfahren. Auf der anderen Seite des Barrancos zweigt der Weg nach etwa 1 km wieder ab.

  • Empfehlenswerte Route: Man sollte ab hier den nach unten (links) führenden Weg wählen und nach weiteren etwa 600 m sich wieder wieder rechts halten. Die weiteren Abzweige sind dann unkritisch, solange man sich in der Hauptrichtung nach Osten in Richtung "Piedra de los Pastores" bewegt.
  • Meine Route: Ich wählte am ersten Abzweig nach dem o.g. Barranco den Weg geradeaus. Der ausgebaute Weg endet jedoch urplötzlich und führt als teilweise unbefahrbarer Trampelpfad (Trial) weiter. Wenn man unbeirrt weiter fährt (bzw. schiebt), kommt man nach ein paar hundert Metern zu einem Camp. Ich hatte den Eindruck, dass der Weg auf dem letzten Stück absichtlich unbefahrbar gemacht worden war. Vom hier aus führt ein gut ausgebauter Forstweg bis zur Schutzhütte "Piedra de los Pastores" (gestrichelte Linie in Bild 7).

Bei "Piedra de los Pastores" (Bild 7) ist man am westlichen Rand des Orotava Tals (Aussicht) angekommen und hat den anstrengendsten Teil vor sich: fast 600 Höhenmeter hinauf zum Ausgangspunkt der Tour. Erschwerend machen sich jetzt die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar, da man schließlich schon mehr als 50 km gefahren ist. Der Weg führt an der "Fuente de Mesa" vorbei und ist teilweise so steil, dass man nur in der kleinsten Übersetzung kurbeln kann. Der Weg mündet in etwa 1900 m Höhe bei der Schutzhütte "Sventenius" in die Straße von La Orotava hinauf die Las Cañadas.

Die letzten 200 Höhenmeter auf der Straße bis El Portillo hinauf sind dagegen wieder "relativ bequem" fahrbar, sofern man noch ausreichend fit ist. Hier fährt man zeitweise der Sonne entgegen, die sich zu dieser Tageszeit hinter dem Gipfel des Teide versteckt.

Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Bild 5 Bild 6 Bild 7

Fazit

Auch beim zweiten Mal wurde mir die Tour keine Minute langweilig. Im Gegenteil, sie war sehr erlebnisreich, dass ich sie - mit kleinen Variationen - sofort wieder fahren würde.

Wahrscheinlich wieder im Uhrzeigersinn. Sie ist so auf Grund des Sonnenstands angenehmer zu fahren: Vormittags in der schattenlosen Las Cañadas und Nachmittags in schattigen Kiefernwäldern. Aber man muss ausreichend Kondition für den Aufstieg in die Las Canadas haben, es sei denn, man ist morgens mit dem Bus hinauf gefahren und kann sich zur Belohnung einen ewig langen Downhill gönnen, was dann aber nicht als Teide-Umrundung zählt!

Viel Spass beim Nachfahren!

Teide TrackBild 8: Die Satelittenkarte zur Teide Umrundung. Die Tour wurde von meinem GPS Receiver aufgezeichnet und mit Hilfe der FUGAWI Software in das Satelittenbild eingeblendet.

Oben rechts (zwischen "Bild 6" und "Ziel") muss man einen anstrengenden Umweg über Piedra de las Pastores (Bild 7) fahren, da der kürzere Weg (der helle Krater) durch den National Park führt.

(Mit einem Mausklick auf "Bild 1 ..7" kannst du direkt zu den Fotos springen.)

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HöhenprofilBild 9: Das Höhenprofil der Tour (im Uhrzeigersinn), der höchste Punkt (ca. 2400 m) ist in Nähe der Teide Seilbahn, der Teil (30 bis 60 km) führt auf einsamen Forstwegen nördlich des Teide (Abschnitt Bild 5 bis Bild 6, etwa 15 km lang).

Anmerkung: Das Profil entstand nachträglich mit Hilfe des FUGAWI Kartenprogramms auf Grundlage eines GPS Tracks.

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