Die Benzinvorräte für unseren Rasentraktor waren am Ende und mich hatte das Los getroffen für Nachschub zu sorgen. Ich hatte jedoch schon lange keine Erfahrung mehr mit Tankstellen, denn ich fahre seit über zehn Jahren rein elektrisch. Also fuhr ich mit fünf Benzinkanistern im Kofferraum meines Elektroautos zur nächstgelegenen Tankstelle. Es herrschten an diesem Tag mindestens 30 Grad, so dass ich mich sehr sommerlich gekleidet hatte.
An der Zapfsäule lud ich meine fünf Kanister aus. Augenblicklich erschien ein Tankwart um mir zu helfen. Ich dachte, Tankwarte gibt es schon seit ewigen Zeiten nicht mehr. Ist es etwa ein neuer Service für die Kundschaft mit Verbrennerautos?
Ich weiß nicht, was der wahre Grund war?
- Gingen in der Tankstelle die Alarmglocken wegen meiner vielen Benzinkanister los?
oder
- Hatte ich aufgrund meiner „sparsamen“ Sommerkleidung die Aufmerksamkeit geweckt?
Der Tankwart füllte mir sorgfältig einen Kanister nach dem anderen auf und bat mich die Kanister ganz vorsichtig in den Kofferraum zu laden. Andernfalls würde es im Auto nach Benzin stinken. Bevor ich mich bei ihm bedanken konnte, war er auch schon wieder weg.
Auf jeden Fall freute ich mich, dass ich als Frau so zuvorkommend bedient wurde.
Mit einem flauen Gefühl machte ich mich auf den Heimweg. Nicht auszudenken, mit so viel Benzin in einem Elektroauto …