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Transalp/Alpencross 2007

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Transalp/Alpencross 2007 - 8. Etappe

Von Mayrhofen im Zillertal über Achensee bis nach Hause

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Das vom Bike Computer aufgezeichnete Höhenprofil dieser 8. Etappe
mit dem höchsten Punkt bei Maurach am Achensee (etwa 1000 m) (RPM = Trittfrequenz)

Nach den durchschnittlichen 100 km pro Tag der letzten Etappen wollte ich es in einem Stück bis nach Hause schaffen. Bei dem Dauerregen konnte man auch nichts anderes tun als nur fahren um nicht auszukühlen. Von dieser Etappe gibt es keine Fotos, da die Kamera die gesamte Zeit in der Regenschutzhülle bleiben musste.


Nach dem Frühstück im Hotel in Mayrhofen gleich die Regenklamotten anziehen und den Regenüberzug über den Rucksack ziehen. Sogar der Radl Computer bekam einen Einmalhandschuh als überzieher damit er die Tour bis zum Ende dokumentiert und nicht wegen des Dauerregens absäuft.

Die etwa 30 km von Mayrhofen bis ins Inntal kann man auf einem Radweg fahren. Bei dem Wetter war ich heute wohl der einzige Radler. Außer einer Joggerin waren auch keine Fußgänger unterwegs, so dass ich mich voll und ganz auf das Umfahren der Pfützen konzentrieren konnte. Zwischen Schlitters und Strass kam mir die Zillertalbahn entgegen. Bisher behinderte nur der Dauerregen die Sicht, jetzt aber noch zusätzlich der sich im ganzen Tal ausbreitende stinkende Qualm der Lokomotive, hust, hust ... .

In Jenbach (560 m) war das gemütliche Fahren zu Ende - soweit man bei dem Wetter überhaupt von gemütlich reden kann. Auf den etwa 4 km bis Maurach am Achensee sind über 400 Höhenmeter zu bezwingen. Bei trockenem Wetter eigentlich kein Problem, doch mit den Regenklamotten ist so etwas das reinste Saunabad. Zu allem Ärger springt mir auch noch die Kette zwischen Ritzel und Speichen und verklemmt sich ganz gemein. Alles ist klamm und jetzt habe ich auch noch Kettenschmiere an den Händen. Mit den Reinigungstüchern, die ich glücklicherweise dabei habe, ist das Problem schnell erledigt. Weiter - nur nicht kalt werden!

Ab dem Achensee (930 m) geht es mit ganz leichtem Gefälle bis zum Sylvenstein Stausee (780 m). Ich versuche mit möglichst viel Kraft zu fahren damit ich nach dem Schwitzen nicht zu sehr auskühle. Ab hier ist überall der Via Bavarica Tyrolesis Radweg ausgeschildert. Vor Achenwald versäume ich es rechtzeitig vom Radweg auf die Straße zu wechseln. Der Radweg macht hier einen sinnlosen Umweg durch ein Seitental, und dazu hatte ich wirklich keine Nerven!

Ab der Sylvenstein Staumauer gibt es einen Tunnel für Radfahrer. Das schönste an dem Tunnel ist, dass ich ein kleines Stück ohne Regen fahren kann. Der Radweg geht weiter bis Lenggries. Von dort führt bis Bad Tölz ein bei diesem Wetter relativ schmieriger Schotterweg mit vielen Pfützen durch die Isarauen. Endlich, nach über 5 Stunden lässt der Regen nach. Von Bad Tölz geht es über die letzten kleinen Hügel weiter bis nach Hause.

Zu Hause gehe ich auf dem kürzesten Weg zur Waschmaschine und ziehe dort meine vollkommen durchnässten Klamotten aus. Sogar die Schuhe sind voll mit Wasser. Auf ein Weißbier habe ich an diesem Abend keinen Durst, schon eher auf einen heißen Tee! Die Fahrt im Dauerregen hatte erstaunlicherweise keine gesundheitlichen Folgen.


Fazit der Tour

August 2007: Ich habe meinen ersten Alpencross problemlos geschafft! Sogar in persönlicher Bestzeit, aber wahrscheinlich auch nur deshalb weil das bescheidene Wetter des Sommer 2007 mir keine andere Wahl lies wie Fahren, Fahren und noch einmal Fahren. Eigentlich wollte ich mehr als nur Straßen und die Wolken verhangenen Berge sehen.

Jetzt hatte ich ein ganzes Jahr für die Planung der Wiederholung vor mir ;-)

Technical Summary:
Gesamtstrecke Haustür bis Haustür: 767 km
Gesamtfahrzeit: 49 Stunden 54 Minuten
Gesamtsteigung: etwa 10 000 Höhenmeter
mittlere Trittfrequenz: 38 RPM (d.h. insgesamt > 113 000 Kurbelumdrehungen)
mittlere Leistung: 92 Watt
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15 km/h
Durchschnittsverbrauch: 0,8 l Weißbier pro 100 km, plus ungezählte Liter an Wasser, Kaffee und Cola ...

Die Konsequenzen

Die Technik des Bikes muss auf solch einer Tour absolut zuverlässig sein. Der Ärger mit der übergesprungenen Kette war die Geburt der Idee für besseres: Gleich nach der Tour wurde das Bike auf eine Rohloff Schaltung umgerüstet.

Es ist ein riesiger Unterschied ob man nur stundenweise oder tagelang auf dem Sattel sitzt. Sitzprobleme lassen sich nicht verhindern. Nach der Tour wurde ein besserer Sattel montiert und bessere Radlhosen angeschafft.

Eine GPS Track Aufzeichnung dieser Tour kam wegen penetranter Abstürze des dafür vorgesehenen Pocket Computer Programms leider nicht zustande und das GARMIN GPS Handheld musste wegen Platzmangel im Rucksack zu Hause bleiben. Als Konsequenz dieser unzuverlässigen Navi-Software begann der Autor mit der Entwicklung des KDR GPS Tracker.

Während dieser Tour hatte ich eine digitale Spiegelreflex Kamera mit 12-fach Zoom dabei (in einer Box an der Sattelstütze). Damit gelingen zweifellos die besten Aufnahmen, doch das hohe Gewicht und Volumen sprechen dagegen. Für den nächsten Alpencross muss eine digitale Kompaktkamera reichen. Dabei ist wichtig, dass sie mit normalen Batterien funktioniert, so dass kein Ersatzakku oder Ladegerät mitzuschleppen ist. Die Kamerabox kann man viel besser für Karten, Proviant und sonstiges "Notfall-Inventar" verwenden und spart sich so bei kleinen Pausen das Abnehmen des Rucksacks.

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