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Karte

Karte 8: GPS Track des 6. Tages, Siek bei Ahrensburg bis Grevesmühlen (OpenStreetMap CC-by-SA 2.0)

Urwald Trial

eine Radroute, die nicht wirklich für jedes Trike geeignet war

nichts geht mehr ...

festgefahren

endlose Weiten

Nord-D-Tour 2012

Tag 6, Siek bei Hamburg bis Grevesmühlen

Abschied

Rainer wollte ab hier alleine weiterfahren. Sein Argument lautete: unsere Leistungen seien zu unterschiedlich, so dass es für alle besser sei, wenn wir uns trennen. Diese Entscheidung rechne ich Rainer sehr hoch an. Rainer ist ab hier zunächst weiter in nördlicher Richtung und dann zurück zum Ausgangspunkt gefahren. Insgesamt etwa 1400 km. Eine bemerkenswerte Leistung. Besonders wenn man sich daran erinnert, welche Probleme er bereits mit seinen Knien hatte. Es geht ganz offensichtlich nichts über das "eigene Tempo".

Zur Ostsee

Der weitere Weg von Norbert und mir sollte uns auf kürzester Route zur Ostsee in Richtung Rostock führen. Die ursprünglich geplante Route über Lübeck und Travemünde hatten wir deshalb links liegen gelassen. Mangels geeigneter Fernradwege war die neue Route einfach anhand eines Striches in die Karte geplant worden. Sie führte über Nebenstraßen und Waldwege nördlich am Ratzeburger See vorbei. Unser Tagesziel lag etwa 10 km vor der Ostsee.

Durch die Norddeutschen Urwälder

In einem Waldstück etwa 5 km vor dem Ratzeburger See (Hintergrundbild) warte die erste Herausforderung auf uns. Der Weg war zwar als lokale Radroute ausgeschildert, aber nicht wirklich für Tourenradler und schon gar nicht für Liegeräder geeignet. Norbert musste mehrmals absteigen um auf dem verwilderten Weg wieder vorwärts zu kommen. Anschließend war es notwendig die Kette und Schaltung von einer Unmenge Gras zu befreien. Ich hatte wegen der größeren Bodenfreiheit meines Trikes keine Probleme. Der Weg verwandelte sich gleich nach der ehemaligen Grenze in eine Sandpiste. Die Kette meines Trikes beantwortete diese Tortour mit unüberhörbaren Knirschen.

Das "versteckte" Hotel

In Grevesmühlen konnten wir das gebuchte Hotel bei der Malzfabrik zunächst nicht finden. Wir sollten uns etwa 10 Minuten vor Ankunft telefonisch melden, weil die Rezeption nicht durchgehend besetzt sei. Das Hotel würde in Sichtweite der ehemaligen Malzfabrik liegen. Wir standen bereits vor der Malzfabrik, aber wo sollte das Hotel sein? Es war das unscheinbare Backsteingebäude, inmitten einer großen grünen Wiese, eine ehemalige Villa. Wir konnten es anhand eines kleines Schildes an der gegenüberliegenden Einfahrt als Hotel erkennen. Die Dame von der Rezeption hatte uns schon vermisst und wartete bereits mit Fahrrad und Handy auf unsere Ankunft.

Die Räume des Hotels waren sehr gut. Der Frühstücksraum war echt originell, denn er befand sich ganz oben unter dem Dachgiebel. Unsere Räder konnten wir in einem abschließbaren Schuppen unterstellen. Weil auch der Preis angemessen war, kann ich das Hotel wirklich weiter empfehlen.

In Grevesmühlen wird im Sommer das " Piraten Open Air Theater" aufgeführt - was aber nichts mit den Recumbent Pirats zu tun hat.

Fazit des 6. Tages

An diesem Tag waren wir etwa 80 km weit unterwegs. Die schlechten Wege forderten ihren Tribut. Wir benötigten dafür etwa 6 ½ Stunden. Unter Berücksichtigung der Pausen betrug der Durchschnitt nur 14,5 km/h.


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