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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 01.05.2020

FAQs - Fragen und Antworten zum Radfahren

Vorwort

Auf dieser Seite geht es um das nicht immer ganz einfache Zusammentreffen von Rad- und Auto Fahrenden, Fußgängern sowie mit anderen Straßenbenutzern und Verschmutzern. Zu den verkehrsbedingten Problemen auf den Straßen kommt hinzu, dass der gesunde Menschenverstand oft nicht ausreicht um die verwirrende Rechtslage zu verstehen!

Der Paragraph 1 der StVO besagt, dass sich Verkehrsteilnehmer so zu verhalten haben, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Wenn man sich die Realität auf den Straßen ansieht, dann sprechen die Umstände meistens gegen die Radfahrer: Sie sollen auf Radwegen fahren, die zugeparkt, verdreckt oder in Hoppelwege verwandelt wurden. Des Weiteren müssen sie sich nicht nur gefallen lassen, dass sie von LKWs mit Straßendreck voll gesudelt werden, sondern dass sie auch mal versehentlich "platt" gefahren werden. All das ist "unvermeidbar"...

Die folgenden Fragen und Antworten sollen die Widersprüche aufzeigen und helfen, den Wahnsinn auf unseren Straßen zu erkennen und so zum Nachdenken anregen. Sie sind jedoch nicht als Aufforderung für rechtswidrige Taten zu verstehen! Es ist nicht gewährleistet, dass die zitierten StVO § dem aktuellen Stand entsprechen.

Fragen zur Radwege-Benutzungspflicht

Die Verwaltungsvorschrift Straßenverkehrsordnung regelt einiges zum Thema Radwege.

Am 1.10.1998 wurde die generelle Benutzungspflicht für Radwege aufgehoben (was viele selbsternannte Polizisten unter den Autofahren nicht wissen und ihre Dummheit mit der Hupe ausdrücken).

Wenn die folgenden Voraussetzungen nicht erfüllt sind, dann ist eine Benutzungspflicht rechtlich zweifelhaft: Ein Radweg muss (ohne Gegenverkehr) mindestens 1,5 m Breit sein, an Kreuzungen und verkehrsreichen Einfahren eindeutig und besonders gesichert sein, straßenbegleitend sein, das heißt der Radweg darf nicht irgendwo weit abseits der Straße führen. Benutzungspflichtige Radwege müssen an jeder (!) Kreuzung und Einmündung mit einem blauen Radwegschild gekennzeichnet sein.

Kommentar: Es gilt, die Behörden auf den von ihnen verzapften Schwachsinn aufmerksam zu machen. Ausnahmen von der Benutzungspflicht gelten für Radwege, auf denen Autos parken, sich Baustellen befinden, Schnee und Eis nicht geräumt ist oder sich Laubhaufen und Müllkübel befinden. In diesen Fällen darf zwischen der Benutzung des Radweges und der Fahrbahn gewählt werden.

Ein Beispiel aus der Rechtsprechung: "Wer mit seinem Auto auch nur teilweise (z. B. mit den rechten Rädern) einen Radweg zu parkt, darf abgeschleppt werden."

Kommentar: Schön für die Radler - aber leider kennt die Polizei, bzw. die Kommunale Verkehrs(un)sicherheit dieses Urteil nicht. Parkende Autos verengen nicht nur den Radweg (siehe oben Mindestbreite), sondern stellen auch eine unzumutbare Gefahr für den Radler dar, da eine plötzlich geöffnete Autotür das Todesurteil für einen Radler bedeuten kann.

In der VwV-StVO ist an einer Stelle zum § 2 der StVO eine Ausnahme von Radweg-Benutzungspflicht beschrieben: "Die vorgegebenen Maße für die lichte Breite" (eines Radwegs) "beziehen sich auf ein einspuriges Fahrrad. Andere Fahrräder wie mehrspurige Lastenfahrräder und Fahrräder mit Anhänger werden davon nicht erfasst. Die Führer anderer Fahrräder sollen in der Regel dann, wenn die Benutzung des Radweges nach den Umständen des Einzelfalles unzumutbar ist, nicht beanstandet werden, wenn sie den Radweg nicht benutzen;"

Wenn ein Fahrzeug zu breit, bzw. unhandlich für den Radweg ist (Trike, Kinderanhänger) und dieser nur mit Mühe befahrbar ist , dann besteht keine Radweg-Benutzungspflicht; der Radweg ist dann unzumutbar (Urteil des OLG Düsseldorf, NZV 1992, 290, 291 und BGH, NZV 1995, 144 und VG Berlin, NZV 2001, 317).

Das Grundsatzurteil zur Radwege-Benutzungspflicht

Entscheidung des Bundesverwaltungsgericht vom 18.11.2010:
"Eine Radwege-Benutzungspflicht darf nur angeordnet werden, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Rechtsgutbeeinträchtigung erheblich übersteigt (§ 45 Abs. 9 Satz 2 der Straßenverkehrs- Ordnung - StVO)."

Dazu kann man in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) folgendes lesen:

§39 Verkehrszeichen
(1) "Angesichts der allen Verkehrsteilnehmern obliegenden Verpflichtung, die allgemeinen und besonderen Verhaltensvorschriften dieser Verordnung eigenverantwortlich zu beachten, werden örtliche Anordnungen durch Verkehrszeichen nur dort getroffen, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist."

§45 Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen
(9) "Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sind nur dort anzuordnen, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist. ... insbesondere Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs nur angeordnet werden, wenn auf Grund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung der in den vorstehenden Absätzen genannten Rechtsgüter erheblich übersteigt. ... Gefahrzeichen dürfen nur dort angebracht werden, wo es für die Sicherheit des Verkehrs unbedingt erforderlich ist, weil auch ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer die Gefahr nicht oder nicht rechtzeitig erkennen kann und auch nicht mit ihr rechnen muß."

Kommentar: Rad Fahrende wurden damit von höchster Stelle als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer bestätigt. Damit haben auch Rad Fahrende ein Recht darauf, unbehindert vorwärts zu kommen. Ein Sieg für den umweltfreundlichen Verkehr. Die PS-Wahnsinnigen müssten jetzt öfters den Fuß vom Gas nehmen. In vielen Hinterwäldler-Gemeinden hat sich das Urteil immer noch nicht herum gesprochen: es werden nach wie vor unsinnige Radwege neu ausgeschildert.

Woher stammt die Radwege-Benutzungspflicht?

Antwort: Man kann es kaum glauben, die Radwege-Benutzungspflicht stammt NOCH aus einer schlimmen Zeit der Deutschen Geschichte: Etwa 1936 wurden die ersten Radwege gebaut. Die damaligen Machthaber prisen die Vorzüge der Radwege damit an, dass Auto Fahrende nicht mehr durch Rad Fahrende am schnellen Fahren gehindert werden. Damit waren sie im Vergleich zu den heutigen Behörden ehrlicher.

Über 70 Jahre lang nichts dazu gelernt

Heute argumentieren sie mit der Sicherheit. Aber mit welcher? Wenn Rad Fahrende auf Fußwege gezwungen werden, dann hat das nichts mit Sicherheit zu tun! Es ist nur die Sicherheit für Auto Fahrende um weiterhin ungestört rasen zu können - so wie vor 70 Jahren ...

Was bedeutet das blaue runde Schild mit dem weißen Rennrad?

Radfahrer

Mögliche Antworten

a) Strecke für Rennfahrer freihalten!
... fast richtig

b) Vorsicht Baustelle!
Nahe dran, oder kennen Sie einen Radweg, der nicht aufgebaggert ist?

c) Park and Bike Parkplatz für Autofahrer, die ab hier mit dem Rad weiterfahren.
Gut beobachtet!

StVO §2 Abs.4 Rad Fahrende müssen Radwege benutzen, wenn die jeweilige Fahrtrichtung (~ mit dem oben gezeigten Verkehrszeichen) gekennzeichnet ist.

Kommentar: 'Rad weg von der Straße' - so jedenfalls denken viele Behörden wenn sie das Schild aufstellen.

Radwege sind in der Regel zu geparkt, ein bevorzugter Platz für Baustellen und Mülltonnen, eingeengt durch vorstehende Hecken, voll mit Schlaglöchern, Glasscherben, Pferdemist und ...

Ein Beispiel aus der Rechtsprechung: 'Wenn die Benutzung des Radweges unzumutbar erschwert ist, besteht keine Benutzungspflicht'

Kommentar: Also effektiv nie!? Was Zumutbar ist, das kann nur der Rad Fahrende selbst entscheiden! Zum Beispiel ist die Benutzung von Radwegen unzumutbar, wenn diese von landwirtschaftliche Fahrzeugen oder Reitern verschmutzt wurden. Gar lebensgefährlich und damit wirklich unzumutbar sind Radwege auf der linken Straßenseite, denn 99% aller Autofahrer rechnen beim Abbiegen oder Einfahren nicht mit Rad Fahrenden aus der entgegengesetzten Richtung.

Gerichte haben in der Vergangenheit RennRad Fahrenden das Recht abgesprochen beliebig schnell zu fahren. Doch auch Autofahrer haben kein Recht dazu und müssen sich den Rad Fahrenden anpassen.

Was bedeutet das dreieckige rot-weiße Schild mit dem schwarzen Rennrad?

Kreuzen

Mögliche Antworten

a) Vorsicht, Radviecher!

Ist nicht ganz richtig ..

b) Vorsicht, die Straße ist von Fahrrädern verschmutzt (Mountainbiker-Ausfahrt).

Gut beobachtet, aber leider falsch!

StVO §40: Rad Fahrende kreuzen

Kommentar: Man lernt immer wieder etwas dazu: bisher kannte ich nur kreuzende Segler

Was bedeutet das runde rot-weiße Schild mit dem schwarzen Rennrad?

Mögliche Antworten

a) Vorsicht, schlechte Wegstrecke (viele Schlaglöcher). Nicht zu empfehlen für Rennräder.

leider falsch

b) Das Schild zeigt ein Herrenrad, die Benutzung dieser Strecke ist für Männer verboten! Es gibt nicht nur Frauenparkplätzen sondern jetzt endlich auch Frauenradwege.

eine gute Idee, aber leider auch falsch

StVO §41: Verbot für Radfahrer

Kommentar: freie Fahrt für Raser ...

Was bedeutet das weiße Zusatzschild mit dem schwarzen Rennrad und dem Wort 'frei'?

Fahrradschild

Mögliche Antworten

a) Rad-freie Strecke - was soviel bedeutet wie 'freie Fahrt für Autofahrer'.

nicht wirklich ...

b) Schild vor einer niedrigen Durchfahrt: Autofahrer müssen 'Rad frei' weiterfahren, das heißt kein Rad auf dem Dach!

leider auch falsch

StVO §41: Der so gekennzeichnete Sonderfahrstreifen ist ~ neben anderem Verkehrsarten auch Rad Fahrenden vorbehalten.
... Andere Verkehrsteilnehmer dürfen den Sonderfahrstreifen nicht benutzen. Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das allein stehende Zusatzzeichen "Radverkehr frei" angezeigt ist.

Kommentar: Dieses Zusatzzeichen erlaubt (seit 2013) die Benutzung von linken Radwegen in Gegenrichtung. Dumm dabei ist, dass immer noch nicht die blauen Schilder abmontiert wurden. Viele Radfahrer-Unfälle könnten dann vermieden werden weil die meisten Autofahrer nicht mit "Geister-Radfahrern" rechnen.

Was bedeutet das blaue runde Schild mit Mutter und Kind sowie dem Rennrad darunter?

Geinsamer Fuß- und Radweg

Mögliche Antworten

a) Mütter nehmt eure Kinder an die Hand und schützt sie vor Rennrad Fahrenden! (Besonders vor denen, die sich keine Glocke leisten können.)

nicht wirklich ...

b) Vorsicht, Unterführung mit geringer Höhe, Rad Fahrende müssen absteigen damit sie sich nicht den Kopf anstoßen.

Helm tragen!

c) Frauen und Kinder müssen ab hier zu Fuß weiter gehen.

leider alles falsch

StVO §41: gemeinsamer Fuß- und Radweg

... Erforderlichenfalls muss der Fahrverkehr die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anpassen.

Aber Fußgänger dürfen den Radverkehr nicht bewusst behindern weil es ein Verstoß gegen § 1 StVO wäre.

Beispiele aus der Rechtsprechung: Fußgänger, die einen 'Gemeinsamen Geh- und Radweg' benutzen, brauchen nicht fortwährend nach Rad Fahrenden, die etwa von hinten herankommen können, Umschau zu halten. Sie dürfen darauf vertrauen, dass Rad Fahrende rechtzeitig durch Glockenzeichen auf sich aufmerksam machen, um dann aber eine Passage freizugeben. Aber wer als Rad Fahrender Fußgänger oder langsamere Rad Fahrende ohne ausreichenden Seitenabstand und Warnzeichen überholt, handelt grob fahrlässig.

StVZO §64 a Einrichtungen für Schallzeichen: Fahrräder ... müssen mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein ..

Kommentar: Aber wenn ein Radler ein vorschriftsmäßiges Glockenzeichen gegeben hat, dann reagieren Fußgänger wie folgt:
a) 20% gar nicht (sind offensichtlich taub oder haben extrem laute Musik in ihren Ohrenstöpseln),
b) 20% rennen wie die aufgescheuchten Hühner umher, so dass man sich als Radler für das Klingeln entschuldigen muss.
c) 30% können sich nicht entscheiden, wie sie den Weg frei machen sollen. Der links gehende flüchtet nach rechts und der rechts gehende nach links.
d) 10% schauen hilflos, weil der Tretminenleger an der 5 Meter langen Leine im Gebüsch fest hängt,
e) 10% sind entsetzt, weil es der Radler so eilig hat.
f) 10% beschimpfen den klingelnden Rad Fahrende mit vulgären Ausdrücken.

Kommentar: Gemeinsame Fuß- und Radwege bieten weder für Fußgänger noch für Rad Fahrende Sicherheit: Man muss als Rad Fahrende zwangsläufig damit rechnen dass sich Fußgänger nicht an die Verkehrsvorschriften halten. Der Rad Fahrende ist stets der Dumme wenn es darum geht nach einem Unfall einen Schuldigen zu finden.

Was bedeutet das blaue runde Schild mit Mutter und Kind sowie dem Rennrad daneben?

Geinsamer Fuß- und Radweg

Mögliche Antworten

a) Ist da überhaupt ein Unterschied zum vorher gezeigtem Verkehrszeichen?

Ja - da ist ein Unterschied! Aber 99% aller Fußgänger kennen ihn nicht!

StVO §41: getrennter Fuß- und Radweg

Beispiel aus der Rechtsprechung: Eine durchgezogene Linie zwischen Radweg und Bürgersteig ist als "Mauer" zu betrachten: Sie darf von Rad Fahrenden nicht überfahren werden. .... Ausweichen auf den Fußgängerstreifen ist in jedem Fall grob verkehrswidrig.

Kommentar: Da auch die Fußgänger das Schild nicht kennen, laufen sie genauso auf dem Fahrradweg - und was dann? Der Rad Fahrende ist wieder der Dumme.

Was bedeutet das gelbe Schild mit dem schwarzem Rennrad und dem verbogenen Pfeil?

Mögliche Antworten

a) Der Radweg zur Post biegt gleich nach rechts ab.

das könnte richtig sein ...

b) Rennfahrer mit gelbem Trikot müssen rechts abbiegen.

falsch, die würden das Schild eh übersehen

StVO §41: Vorwegweiser für bestimmte Verkehrsarten

Kommentar: Weil Rad Fahrende so schnell unterwegs sind, könnten sie schon einmal das Abbiegen übersehen. Das Schild findet man meist an Stellen an denen der Zwangs-Radweg die Straßenseite wechselt.

Was bedeutet das weiße Schild mit dem schwarzem Rennrad und den 'auf' und 'ab' Pfeilen?

Gegenverkehr

Mögliche Antworten

a) Vorsicht, die folgende Wegstrecke ist so schlecht, dass das Rad springen oder gar abheben kann.

falsch

b) Achtung Hindernis! Rad Fahrende müssen ihr Rad darüberheben.

auch falsch

StVO §41: Zusatzschild zur Einbahnstraße: Fahrradverkehr in der Gegenrichtung zugelassen.

Warum halten Auto Fahrende beim Überholen von Rad Fahrenden zu wenig Seitenabstand?

Mögliche Antworten

a) Das Auto ist größer als ihr Verstand ...

oft leider wahr, aber so brutal muss man es doch wirklich nicht sagen!

b) Diese Autofahrer sind auf mindestens einem Auge blind und können deshalb keine Abstände schätzen.

also eine Gefahr für die Allgemeinheit?

c) Wenn der Verkehr fließen soll, dann müssen Rad Fahrende von der Straße gedrängt werden.

so etwas darf man nicht einmal denken!

d) Sie bremsen nur für Tiere!

nicht einmal das könnten sie ...

§5 (4) der StVO verlangt einen "ausreichendem Seitenabstand".

Aber was ist ausreichend? Gerichtsurteile verlangen regelmäßig einen seitlichen Abstand von 1,5 bis 2 Meter. Gerade an Steigungen ist mit größeren Schwankungen von Rad Fahrenden zu rechnen, so dass hier 2 Meter notwendig sind. (Das ist effektiv so viel wie die Breite eines Autos!)


Anders ist es z.B. in Frankreich! Die französischen Autofahrer sind nicht nur erheblich rücksichtsvoller gegenüber Rad Fahrenden, sondern man weißt sie auch mit dem rechts gezeigten Schild auf den Abstand beim Überholen hin.

Muss ein Rad Fahrender beim Abbiegen die Hand heraus halten?

Mögliche Antworten

a) Ja, damit der nachfolgende Autofahrer sehen kann auf welcher Seite er überholen kann.

fast richtig

b) Nein, es ist ein viel zu hohes Risiko nur mit einer Hand am Lenker zu fahren!

die Frage wohl nicht verstanden?

§ 9 Abs. 1 StVO schreibt vor, dass das Abbiegen rechtzeitig und deutlich anzukündigen ist.
§ 67 StVZO erlaubt keine Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) am Fahrrad.

Kommentar: Es bleibt nur der ausgestreckte Arm, obwohl der nirgendwo vorgeschrieben ist. Aber mit nur einer Hand am Lenker zu bremsen oder gar abbiegen ist grober Leichtsinn. Doch allein zur eigenen Sicherheit muss der nachfolgende Verkehr die Absicht des Abbiegens klar erkennen. Deshalb ein rechtzeitiges Handzeichen, dann aber wieder beide Hände an den Lenker! Als Rad Fahrende kann man sich nicht darauf verlassen, dass ein Autofahrer trotz unklarer Verkehrssituation NICHT überholt. Merke: für die meisten Autofahrer stellt ein Rad Fahrende nur ein Hindernis dar, dass man so schnell wie möglich überholen muss.

Was bedeutet das Zusatzschild 'Radfahrer absteigen'?

Radfahrer absteigen

Mögliche Antworten

a) Aufforderung zum Abstieg über den Lenker.

so brutal sind unsere Bürokraten auch wieder nicht

b) Endstation für Radl-Rambos

da helfen keine Schilder

Beispiel aus der Rechtsprechung: ... "hat keinerlei ordnungsrechtliche Bedeutung".

Kommentar: Man findet es trotzdem an Baustellen, steilen Gefällestrecken oder engen Brücken. Das Zeichen soll lediglich Haftungsansprüche ausschließen, falls Radler durch ... Schaden erlitten.

Fazit: Als Rad Fahrende darf man das Schild getrost ignorieren. Aber Augen auf! Es könnte Gefahr drohen.

Warum werden Rad Fahrende von einigen Auto Fahrenden als gesetzlos beschimpft?

Antwort:

Sie kennen offensichtlich nicht die Straßenverkehrsordnung.

Ein typisches Beispiel:

Damit Rad Fahrende nicht in den Abgasen wartender Autos stehen müssen und nicht von abbiegenden Autofahren übersehen zu werden, dürfen sie vorsichtig rechts an wartenden Autos vorbei bis ganz nach vorne an die Haltelinie fahren.

StVO §5, Absatz 8 erlaubt dies seit einigen Jahren.

Seit 2013 gilt: Radfahrer, die auf der Fahrbahn abbiegen, müssen nicht mehr an der rechten Seite der in gleicher Richtung abbiegenden Fahrzeuge bleiben, sondern können sich vor oder hinter ihnen einordnen.

Das verringert die Gefahr, dass Radfahrer von abbiegenden Fahrzeugführern übersehen werden.

Besonders rechts abbiegende LKWs stellen eine große Gefahrenquelle dar. Leider werden dabei immer wieder Rad Fahrende "platt" gefahren. Autofahrer, welche diese Regelung nicht kennen beschimpfen die Rad Fahrende, weil diese angeblich unzulässigerweise rechts überholen. Die Autofahrer ärgern sich wohl mehr über die Tatsache, dass Rad Fahrende im Verkehrsstau schneller vorwärts kommen. Einige Autofahrer reagieren ihren Stau-Frust ab, indem sie ganz weit nach rechts fahren und so die Rad Fahrende vorsätzlich behindern. Dabei nehmen sie auch keine Rücksicht auf Radfahrstreifen.

Warum bieten so genannte 'Schutzstreifen' keine wirkliche Sicherheit für Rad Fahrende?

Seit 2013 gilt die Markierung des Schutzstreifens auf dem Fahrbahnbelag mit dem Fahrradsymbol als verbindlich.

Wer ein Fahrzeug führt, ...
... darf auf der Fahrbahn durch Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr nur bei Bedarf überfahren. Der Radverkehr darf dabei nicht gefährdet werden,
... darf auf durch Leitlinien markierten Schutzstreifen für den Radverkehr nicht parken.

'... nur bei Bedarf'?

Fakt ist, dass für Auto Fahrende immer ein 'Bedarf' besteht diese Leitlinien zu ignorieren. Des weiteren besitzen viele 'Schutzstreifen' nicht die empfohlene Breite von mindestens 1,85 Meter, besonders wenn sich seitlich dieses 'Schutzstreifens' parkende Autos befinden besteht das Risiko, dass ein unachtsamer Autofahrer die Tür öffnet. Ein Rad Fahrender wird in voller Fahrt gegen die Tür knallen. Wenn ein Rad Fahrender an mit nicht ausreichendem Seitenabstand (mindesten 1 Meter) an parkenden Autos vorbei fährt, dann grenzt das an einen Selbstmordversuch.

Warum werden Rad Fahrende, die schneller als Autofahrer vorwärts kommen als Radl-Rambos beschimpft?

Mögliche Antworten

a) Autofahrer sind schlechte Verlierer. Sie müssen immer öfter erkennen, dass viele PS keine Garantie für schnelles Vorwärts kommen sind.

so hart wollten wir das nicht wissen

b) Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten NUR für Kraftfahrzeuge.

genau!

Es gilt für Rad Fahrende lediglich die allgemeine Regel, dass niemand schneller fahren darf, als es "der Verkehrssituation angemessen ist"

Beispiele aus der Rechtsprechung:

Bei dichtem Verkehr genügt es, wenn ein Rad Fahrende nur 40 cm Seitenabstand zu parkenden Autos einhält. Kommt es zu einer Kollision mit einer vom Autofahrer geöffneten Autotür, dann trifft den Autofahrer die alleinige Schuld.

Ein Rad Fahrende, der als erster zu einer engen Stelle der Fahrbahn kommt, hat Vorfahrt. Ein entgegen kommendes Auto muss dann mindestens einen Meter Seitenabstand zu dem Radler halten können. Ist der Abstand wegen des Engpasses nicht möglich, muss der Autofahrer warten.

Warum tragen einige Rad Fahrende keinen Helm?

Mögliche Antworten

a) Unverständlich - Rad Fahrende haben weder eine Knautschzone noch einen Airbag!

wem stört das?

b) Wo nichts drin ist, da braucht auch nichts geschützt werden ...

eine fiese Antwort!

Beispiele aus der Rechtsprechung:

Nach einem Unfall sind Radler nicht für ihre eigenen Verletzungen mitverantwortlich, nur weil sie keinen Helm getragen haben. Rad Fahrende seien nicht gesetzlich verpflichtet, einen Kopfschutz zu tragen. Deshalb könne ihnen der Verzicht auf einen Helm nicht zur Last gelegt werden.

Kommentar: Es muss jeder selbst entscheiden ob er mit oder ohne Helm fahren will. Ein Helm bietet ohnehin keinen Schutz gegenüber rücksichtslosen Auto Fahrenden. Wer eine Helmpflicht für Rad Fahrende fordert, der hat einiges nicht verstanden. Heute zwingen sie Radfahrer dazu einen Helme zu tragen, Morgen müssen Fußgänger blinkende Warnleuchten tragen, Übermorgen müssen alle, die sich noch aus dem Haus wagen sich eine Mitschuld anrechnen lassen wenn sie schuldlos in einen Unfall verwickelt werden, denn es ist grundsätzlich auf den Straßen gefährlich ...

Warum fahren einige ihr Fahrrad mit dem Auto spazieren?

Mögliche Antworten

a) Sie testen gerade den CW-Wert ihres Fahrrads (dazu gibt es bestimmt schon eine "App"?).

da fehlt es aber weit ...

b) Haben Sie schon einmal ein Schiff ohne Rettungsboot gesehen?

eine blöde Antwort!

c) So kann man mit dem neuen Fahrrad am besten angeben.

das könnte den Nagel auf den Kopf treffen

d) Damit demonstrieren die Leute ihr krankes Umweltbewusstsein: wenn sie wollten, dann könnten sie mit dem Rad fahren, aber eigentlich wollen sie ja nicht ...

ja, das ist etwas dran

e) Damit können sie sich gegen Drängler verteidigen, bei Bedarf lässt man dem Drängler das Gebilde in die Windschutzscheibe knallen. Oder wie erklärt es sich, weshalb öfters herrenlose Fahrräder auf der Autobahn herumliegen?

nicht wirklich ...

Kommentar: diesen "Fahrrad-spazieren-fahren" Leuten kann man wohl nicht mehr helfen! Echte Radsportler fahren mit ihren Bike und fahren es nicht spazieren! Die haben immer noch nicht verstanden, dass ein Fahrrad ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist, welches man gleich ab der Haustür benutzen kann. Eine absolut "kranke" Idee: ein Auto mit "integriertem" Fahrradträger ...

§22 StVO (1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.


Der wahre Grund dafür, dass man sein Rad weder auf dem Dach noch an der Heckklappe transportieren sollte ist der extrem erhöhte Kraftstoffverbrauch. Hierzu der folgende Link: SZ: Wie viel Sprit kostet das Fahrrad auf dem Autodach?.

Warum überholen einige Auto Fahrende kurz vor dem Rechtsabbiegen noch einen Rad Fahrenden?

Mögliche Antworten

a) Der Auto Fahrende ist stets schneller als der Radler und muss deshalb keine Rücksicht nehmen.

gut beobachtet

b) Wenn der Rad Fahrende auffährt oder stürzt, dann ist es seine eigene Schuld, denn rechts Überholen ist verboten! Das gilt auch für Rad Fahrende.

Thema verfehlt!

§5 (4) der StVO fordert, dass der Überholte beim Wiedereinscheren nicht behindert werden darf.

Kommentar: Das gilt auch für überholte Rad Fahrende. Auffallend ist, dass viele Autofahrer diese Regel ganz offensichtlich nicht kennen. Das schlimmste dabei ist, dass sie sich im Recht fühlen und das nächste Mal wieder Rad Fahrende gefährden!

Warum verschmutzen Reitende Fuß- und Radwege?

Geinsamer Fuß- und Radweg Reiter

Mögliche Antworten

a) Gegenfrage: Was heißt hier Radweg verschmutzen? Pferdemist ist Biodünger. Die Rad Fahrende sollen sich doch nicht so anstellen! Die können sich doch den kostenlosen Dünger von den Beinen kratzen und in die Blumentöpfe streuen.

Du bist wohl selbst ein Reiter?

b) Es heißt doch gemeinsamer Fuß- und Radweg. Das Pferd geht doch zu Fuß!

gut beobachtet!

c) Das darf man einem Reiter nicht übel nehmen! Er kennt keine anderen Wege. Wo anders würde er sich verirren.

eine Runde Mitleid

d) Auch Reiter müssen sparen. Sie können sich mit Mühe und Not den Unterhalt für das Pferd leisten und überlassen deshalb das Ausmisten ihrer Ställe der Öffentlichkeit.

die Wahrheit ist hier nicht gefragt!

typische Reiter auf einem Radweg

§1 der Straßenverkehrs-Ordnung
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
StVO §28 Tiere
(2) Für Reiter, Führer von Pferden sowie Treiber und Führer von Vieh gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß.
StVO §32 Verkehrshindernisse
(1) Es ist verboten, die Straße zu beschmutzen oder zu benetzen oder Gegenstände auf Straßen zu bringen oder dort liegen zu lassen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann. Der für solche verkehrswidrigen Zustände Verantwortliche hat sie unverzüglich zu beseitigen und sie bis dahin ausreichend kenntlich zu machen.

Hoffentlich sagt das endlich einer den Pferden! Reiter sind überfordert, denn sie haben Angst vom Pferd zu fallen und sehen deshalb nicht, wenn das Pferd etwas verloren hat. Schon der alte Volksmund wusste es: "Hoch zu Ross sitzen", was im Klartext so viel heißt wie "Ich scheiße auf Euch!" Manche Mitmenschen behaupten, dass ein Reitpferd eine anatomische Besonderheit ist, denn es hat zwei A ..., eins unter dem Schweif und ein zweites auf dem Rücken.

Was unterscheidet Fahrrad Fahrende von Motorrad Fahrenden?

Mögliche Antworten:

Es gibt keinen Unterschied, beide bewegen sich auf zwei Rädern.

Leider falsch.

Rad fahrende sind Egoisten, denn sie tun es nur für ihre eigene Gesundheit. Motorrad fahrende tun es als Organspender.

Fast richtig.

Rad fahrende sind stolz und zeigen dies mit farbenfroher Kleidung. Motorrad fahrende leiden unter Minderwertigkeitskomplexen und empfinden es als Befriedigung, wenn sie mit möglichst viel Lärm auf sich aufmerksam machen können.

Gut beobachtet!

StVO § 30 (1): Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. ... Unnützes Hin- und Herfahren ist innerhalb geschlossener Ortschaften verboten, wenn Andere dadurch belästigt werden.

Kommentar: Der Dreh am Gasgriff ersetzt die fehlende Potenz ...

Was ist das Allerletzte?

Zum Radfahren nach Helgoland !

ist laut StVO §50 verboten ...

Kommentar: Dieser Paragraph beweißt die sinnlose Regelungswut! Das Verbot ist doch wohl vollkommen überflüssig! Da will doch eh keiner hin, denn es gibt viel schönere Gegenden zum Radfahren!


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