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Letzte Aktualisierung: 05.05.2020

e-Blog - Meine Erlebnisse mit einem Elektroauto (Teil 5)

Vorwort

In diesen Blog berichte ich darüber wie viel Fahrfreunde mit einem umweltfreundlichen Auto aufkommt. Aber auch welche Probleme und Widerstände sich einem umweltbewusstem Autofahrer entgegen stellen.


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23. Jan. 2019 - Bei der HU durchgefallen

Mein eUP! ist jetzt 5 Jahre alt. Der Tacho zeigt etwa 63.000 km. Die Technik funktioniert bisher völlig problemlos. Die Reichweite des Akkus liegt Temperaturbedingt (viel Strom für die Heizung) aktuell bei 120 km.

Heute war TüV Termin. Die Plakette wurde verweigert, weil die Bremsscheiben verrostet sein! Man erkennt keinen Rost wenn man durch die Felgen schaut. Die normalen Bremsen werden nur für Notfälle benötigt weil die übliche Bremserei über die Rekuperation erfolgt. Das Auto hat wie alle anderen Autos ein ABS, so dass die Räder auch bei einer Notbremsung nicht blockieren würden. Aber Bremsscheiben sind ganz offensichtlich die Lizenz zum Gelddrucken für Werkstätten. Zum anderen muss man sich fragen, warum wird bei Elektroautos solch ein Schrott verbaut?

Ich fühle mich abgezockt!

Nachtrag

Ich habe daraufhin in einer kleinen Marken-freien Werkstatt neue Bremsscheiben einbauen lassen. Der Mechaniker meinte dazu, dass es bei Deutschen Autos normal sei, dass die Bremsscheiben so schnell unbrauchbar werden. Aber bei Autos aus Fernost hätte er noch nie die Bremsscheiben auswechseln müssen.

Die Wiederholung der HU habe ich gleich anschließend in der Werkstatt durchführen lassen. Dem Sachverständigen musste ich dazu erst einmal eine kleine Einweisung in die Bedienung eines Elekroautos geben. Trotzdem wäre es beinahe zu einem Schaden gekommen, weil er nicht mit der starken Beschleunigung beim Anfahren gerechnet hatte.

4. Juni 2019 - Klimaanlage defekt!

Es wird Sommer. Dank der hohen Temperaturen wird nach dem Laden wieder die altbekannte Reichweite von etwa 140 km angezeigt. Der Akku zeigt offensichtlich noch keinen Kapazitätsverlust.

Die Car-Net App beweist sich weiterhin als ständiges Ärgernis. Ich verwende sie deshalb nur noch selten. Und wenn ich sie dann doch einmal wirklich dringend benötige, dann ist sie unbrauchbar: wegen der ständigen saublöden Updates ist jedesmal das Passwort neu einzugeben. Weil aber das Passwort ständig geändert werden muss, kann sich kein Mensch merken, was das letzte Passwort war. Also muss man jedesmal ein neues Passwort abfordern. In der dafür benötigten Zeit hätte man dreimal zum Auto laufen können um die Klimaanlage von Hand einzuschalten. Wie kann man so eine schwachsinnige App programmieren?

Jetzt denke ich, dass die App vielleicht bewusst so ein Sch ... ist, denn so bemerkt man nicht gleich das wirkliche Problem, und zwar, dass die Klimaanlage gar nicht funktioniert!

Es hatte an dem Tag etwa 30 Grad und nach 15 Minuten Fahrt bei eingeschalter Klimaanlage fühlte es sich im Auto an, als wenn es immer noch wärmer wird. Daheim habe ich dann mit einem Thermometer die Lufttemperatur gemessen. Ob die Klimaanlage eigeschaltet war oder nicht, immer wurde die gleiche warme Luft eingeblasen. Jetzt macht sich die Garantieverlängerung wieder einmal bezahlt.

18. Juni 2019 - Elektroauto Irrsinn

In der Spiegel-Online kann man lesen, dass der Strom für Geländewagen oft billiger ist als für Kleinwagen. Weiter heißt es: Wer sein Elektroauto an öffentlichen Säulen laden will, erlebt mitunter böse Überraschungen - das bestätigt eine Recherche der Stiftung Warentest. Bei den Preisen herrsche Chaos.

Das habe ich bereits vor mehr als einem Jahr festgestellt. Wem kann es noch wundern, dass nichts gegen diese Fehlentwicklungen getan wird? Es regiert nicht der Verstand, sondern nur der Lobbyismus.

21. Juli 2019 - Tödliches Elektroauto?

Der Tag fing merkwürdig an. Stromausfall im gesamten Haus. Bei der Ursachensuche lokalisierte ich schnell ein Problem in der Garage. Die Ladeeinrichtung meines Elekroautos blinkte, was nichts gutes bedeuten konnte. Ich konnte keinen Grund für das vermeintliche Problem entdecken. Der Akku war randvoll geladen. Ich hatte aber ein ungutes Gefühl.

Marder

Zwei Stunden später stand Gartenarbeit im Programm. Beim Zurückschneiden des "Urwalds" wäre ich beinahe auf ein totes Tier gestiegen, offensichtlich ein Wiesel (Foto), also so etwas wie ein kleiner Marder. Es lag nur unweit von der Garage entfernt.

Jetzt ging es mir durch den Kopf, was der wahrscheinliche Grund für den Stromausfall war. Das Tier hat offensichtlich irgendwo an meinem Elektroauto genagt und einen Stromschlag erhalten? Dadurch hatte der Fehlerstrom-Schutzschalter in der Hausinstallation ausgelöst. Was Menschenleben rettet, war für das Tier wohl zu viel. Es konnte sich offensichtlich noch mit letzter Kraft aus der Garage flüchten, bevor es verendete. Mein Mitleid hielt sich in Grenzen.

Nach einer Fahrt von etwa 20 km funktionierte das Laden in der Garage wieder problemlos, es liegt offensichtlich kein permanenter Schaden vor. Mal schauen, ob beim nächsten Werkstatttermin Spuren von Marderbissen entdeckt werden.

5. Mai 2020 - Corona geschädigtes Navi

Wegen der Corona-Einschränkungen ist bei mir das Autofahren auch fast vollständig eingeschränkt. Wegen Home-Office entfällt die tägliche Fahrt ins Büro ganz und für die restlichen Fahrten reicht das Fahrrad. Ich habe während der letzten zwei Monate weniger als 200 km gefahren. Aber wenn das Fahren dann doch einmal notwendig wurde, dann funktionierte das "Maps & More" Navi nicht.

Das Navi zeigte das Symbol für leere Batterie an und erst nach einigen Minuten Fahrt die Position in der Karte. Es war effektiv unbrauchbar. Die Ursache war ganz offensichtlich nicht nur das Alter des Navi, sondern auch das extreme Verhältnis zwischen Stand- und Fahrtzeit. Die Batterie wird nicht mehr ausreichend geladen. Sie dient offensichtlich dazu, damit das Navi auch bei abgestellten Fahrzeug GPS-Satelitten empfängt um beim Losfahren sofort navigierten zu können.

Auch wenn ich bei meinen Kurzstrecken das Navi nicht wirklich benötige und die installierten Karten von Anfang an veraltert waren, so nervte es mich gewaltig. Aber deswegen wollte ich auch nicht mit dem Auto in die Werkstatt.

Erstaunlicherweise ließ sich das Navi öffnen, so dass ich den Akku identifizieren (361-00051-02) und danach googeln konnte. Bei akku-wechsel.de fand ich etwas passendes: "Akku für Garmin dezl 560LMT, dēzl 560LT und dezl 650LM / 361-00051-02 / LKW-Navigationsgerät", Preis 11,90€. Drei Tage später lag der neue Akku im Briefkasen. Der Einbau war für mich kein großer Akt und das Navi funktionierte anschließend wieder auf anhieb. Trotzdem meine Warnung: wer keine Elektronik-Fachkenntnisse besitzt, der sollte den Wechsel nicht selber vornehmen!

to be continued ...


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