.

Senden Sie uns eine Email
Gästebuch

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.10.2015

Informationen zum Pedelec

Die Mobilitätswende ist bei Zweirädern schon viel weiter voran gekommen wie bei den Autos. Hier findest Du unter anderem die Argumente warum Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor (Pedelecs) in Wahrheit die Umweltfreundlichsten Verkehrsmittel sind.

Was bedeutet der Begriff "Pedelec"?

"Pedelec" steht für ein mit Pedalen und Elektrisch betriebenes Fahrzeug. Oft werden hierfür auch die Begriffe "e-Bike" oder "Elektrofahrrad" verwendet, was aber nicht immer genau das gleiche meint. Ein e-Bike muss nicht über einen Pedalantrieb verfügen (Beispiel e-Motorrad). Der Begriff "Bike" steht für ein Fahrzeug mit zwei Rädern, ein Pedelec kann aber auch zum Beispiel ein Dreirad (Trike) sein.

Warum Pedelec-Technik?

Die Vorteile eines Pedelec müssen hier nicht mehr diskutiert werden, aber es sollen hier einige Fakten zur Technik und zum Rechtlichen erwähnt werden:

Gemäß einer europäischen Richtlinie sind Fahrräder mit Elektroantrieb zulassungs- und versicherungsfrei, wenn der Motor eine max. Dauerleistung von 250 Watt hat und nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Alles andere gilt als "Kraftfahrzeug".

  1. Das wichtigste Argument ist somit, dass ein derartig motorisiertes Fahrrad auch weiterhin als "normales" Fahrrad gilt, also nicht als "Kraftfahrzeug". Dies hat den Vorteil, dass damit auf allen für Radfahrer zulässigen Wegen gefahren werden darf, also auch abseits der Straßen. Effektiv also fast überall, so dass man nicht nur viele Umwege vermeiden kann, sondern mit einem "e-Mountainbike" überall legal fahren kann, auch wenn dies einigen (Neidern) ein Dorn im Auge ist ...
  2. Ein stärkerer Motor (> 250 W) würde sich wegen der Zulassungs- und Versicherungskosten und der eingeschränkten Nutzbarkeit (nur auf Straßen) kaum rentieren.
  3. Eine "illegale" Umrüstung - das heißt wenn die Pedelec Kriterien nicht erfüllt werden und ohne Straßenverkehrszulassung und Versicherung gefahren würde - besteht ein unberechenbares Risiko. Als Radfahrer kann man jederzeit in einen unverschuldeten Unfall verwickelt werden und hätte dann nicht nur schlechte Karten betreffend des Versicherungsschutzes sondern hätte auch strafrechtliche Konsequenzen zu erwarten.
  4. Fahrrad fahren gilt bekanntermaßen als gesund [mehr dazu]. Ein Pedelec fährt ebenfalls nur wenn man selbst in die Pedale tritt. Anders beim e-Bike, hier reicht oft der kleine Dreh am Lenkergriff, was man wohl nicht als "gesund" bezeichnen kann. Es ist inzwischen auch nachgewiesen, dass Dank der Pedelecs viel mehr Menschen mit einem Fahrrad mobil sein können
  5. Kein wirkliches Argument, aber interessant zu Wissen: Einem Kraftfahrer droht bereits ab 0,5 Promille ein Bußgeld oder gar der Führerscheinentzug. Für einen Pedelec- und Fahrradfahrenden gelten höhere Grenzen, weil die vorgenannten Maßnahmen eine Straftat mit einem "Kraftfahrzeug" voraussetzen. Bitte hieraus nicht den Umkehrschluß ableiten, dass man auch unter Alkoholeinfluß mit einem Pedelec fahren kann (darf). Derartige Fahrten können schneller in einer Unfallklinik enden als man wahr haben möchte. (Das schreibe ich hier jedoch nicht aus eigener Erfahrung ...)
  6. Räder mit elektrischem Hilfsmotor sind die umweltbewusstere Zweirad-Variante. Das legt eine aktuelle Studie aus Norwegen nahe. [siehe green.wiwo.de]

Gedanken zur Umweltverträglichkeit eines Elektro-Antriebs

Der Strom kommt aus der Steckdose ...

Kritiker von Elektrofahrzeugen argumentieren damit, dass der Strom aus "schmutzigen" Kraftwerken kommt und Elektrofahrzeuge somit indirekt zum CO2 Ausstoß beitragen. Das stimmt aber nur eingeschränkt. Man muss dies in Relation zu den Alternativen sehen: Ein e-Fahrrad hat im Vergleich zu einem mit einem Verbrennungsmotor angetriebenen Fahrzeug (Mofa, Motorrad, Auto, ..) immer die bessere CO2-Bilanz. Dies sollte auch ohne viel Rechnerei verständlich sein. Ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von etwa 90%, aber ein Verbrennungsmotor nur etwa 30%. Selbst bei Einberechnung der Verluste für die Stromerzeugung im Kraftwerk, in der Stromverteilung und im Akku hat ein Elektroantrieb stets den Vorteil einer geringeren CO2 Produktion. Ganz zu schweigen von den anderen Giften im Abgas eines Verbrennungsmotors. (siehe die Infos zur e-Mobility)

Auch wenn alle Fahrräder durch e-Bikes ersetzt würden wäre kein zusätzliches Kraftwerk notwendig. Der Stromverbrauch aller e-Bikes ist im Vergleich zum Stromverbrauch der Industrie nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Anders gesagt, eine Rotor-Umdrehung eines Windkraftwerks ist ausreichend um mit dem erzeugten Strom ein ganzes Jahr lang mit dem e-Bike zu fahren. So weht der "Rückenwind" ...

Woher kommt die Energie eines Radfahrenden?

Der Vergleich zwischen einem mit reiner Muskelkraft angetriebenem Fahrrad und einem Elektrofahrrad ist nicht nur aufwendig, sondern auch mit Vorurteilen belastet. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, dass der menschliche Körper die Energie für das Fahrradfahren aus zusätzlicher Nahrung nehmen muss, was sich als erhöhter Kalorienverbrauch bemerkbar macht. Hinzu kommt, dass der menschliche Körper die zugeführte Energie nur mit sehr hohen Verlusten in Bewegungsenergie umsetzt.

Die Nahrungsmittel-Erzeugung, besonders die von tierischen Produkten (Fleisch, Käse) ist mit hohen Verlusten und einem sehr hohem Ausstoß von CO2 (und anderen Gasen) verbunden. Eine rein vegetarische Ernährung kann den erhöhten Energiebedarf eines Radfahrenden aber kaum decken. All dies könnte man mit vielen Zahlen belegen. Unglaublich aber wahr ist, dass der CO2 Ausstoß eines e-Bikers unter dem Strich nicht höher wie der eines normalen Radfahrers ist.

Anmerkung: Diese Argumentation trift wohl kaum für Radfahrende zu, die das Radfahren aus reinen Fitness-Gründen betreiben. Eine gesündere (fleischreduzierte) Ernährung wäre oft sinnvoller wie das extreme "Speck-weg-Training".

Die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens findest Du hier: Infos zum Radfahren.

Die Umweltverträglichkeit - viel Chemie im Akku

Kritischer ist die Umweltverträglichkeit eines Akkus zu sehen. Bei seiner Produktion und Entsorgung entstehen hohe Umweltbelastungen, welche aber im Vergleich zu Kraftfahrzeugen stets SEHR viel kleiner ist. Auch aus diesem Grund verwende ich NUR einen gemeinsamen Akku für meine zwei Pedelecs, das e-Mountainbike und das e-Trike (Liegerad).

Auf diesen Fakt (Müllvermeidung) sollte man beim Kauf eines (weiteren) Elektrofahrrad achten. Leider hat jeder Hersteller seine eigene Akku-Bauform, obwohl drinnen mehr oder weniger die gleiche Technik steckt. Man sollte auch bedenken, dass ein Akku altert, auch wenn er nicht benutzt wird. Die Umwelt wird es danken wenn weniger Akkus zu entsorgen sind ...

In dieser Diskussion wird viel zu wenig der direkte Umweltschutz beachtet. Ein e-Bike oder Pedelec kann ein Mofa direkt ersetzen. Mofas und viele andere Kleinkrafträder sind mit Zweitaktmotoren ausgerüstet. Zweitaktmotoren sind wegen ihrer uneffektiven Arbeitsweise, dem Ausstoß übelster Abgase und wegen des Lärms die größten Umwelt-Schweine im Straßenverkehr.

Weiterführende Links zum Thema E-Bike und Pedelec

Auf dieser Website:

Die Zeitmaschine, mein e-Trike

mein e-Mountainbike

Externe Links

Für Technik-Interessierte hier der Link zur Beschreibung meines Liegerad Umbaus im elektrofahrrad-einfach Forum.

Wikipedia Elektroantrieb (Fahrrad).

Leichter fahren - mit Elektrofahrrad, Pedelec, E-Bike & Co.

e-Bike Info — Alles über e-Bikes, Pedelecs, Elektroroller & Co.

ExtraEnergy.org Service-Portal für Elektro- Leichtfahrzeuge, z. B. unter Informationen - Technik - Batterien - Fragen und Antworten


zurück | nach oben | Home | e-Mobility