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Teneriffa November 2005

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Wanderungen

Wanderung auf den Guajara


Bild 1: Ein Panoramabild der Las Canadas, aufgenommen vom Plateau des Guajara. Von hier oben hat man eine Übersicht über die gesamte Las Canadas mit einen Durchmesser von etwa 15 km. Der Pico del Teide (in Bildmitte) ist unübersehbar. (Ein Blick vom Teide zum Guajara findet ihr hier.) Ganz Links im Bild der Windschutz (Bild 5), davor der Abstiegsweg. Mitte-Links unten kann man die Montana del Roque gerade noch erkennen. Auf dem Bild nicht erkennbar: rechts hinten das Observatorium und rechts am Horizont unter den Wolken liegt Gran Canaria.


Guajara Track

Bild 2: Übersichtskarte der Tour, aufgezeichnet vom GPS, der interessanteste (rote) Abschnitt ist in vielen Karten gar nicht, oder nur sehr ungenau eingezeichnet (die graue Linie ganz links ist die Straße TF21, sie führt durch die Las Canadas). zurück

Guajara
Bild 3: Am Fuß des Guajara in der Abendsonne. Der Abstiegsweg verläuft an der zweiten Felskante von oben. Bild 8 zeigt ein Foto in entgegengesetzter Richtung.

Aufstieg
Bild 4: Interessante Gesteinsformationen am Aufstiegsweg

Windschutz
Bild 5: Im Vordergrund der Windschutz auf dem Plateu des Guajara. Im Hintergrund der 7 km entfernte Pico de Teide.

zur Luna
Bild 6: Wanderung vom Guajara hinunter zur Paisaje Lunar. Leider lag die Paisaje Lunar in den Wolken. Bilder von der Paisaje Lunar findet ihr hier.

Mondmeer
Bild 7: Blick vom Guajara in die westliche Las Canadas Richtung Boca Tauce. Im Vordergrund Llano de Ucanca (Mondmeer).

Steinhaufen
Bild 8: Blick vom Guajara 500 m hinunter zur Montana de Roque, dem Ausgangspunkt der Tour. Im Vordergrund einer der typischen Steinhaufen.

Abstieg
Bild 9: Blick vom Abstiegsweg in die östliche Las Canadas. Der Weg ist nichts für Schwindelige, hier geht es ein paar hundert Meter fast senkrecht nach unten.

Der Guajara ist mit über 2700 m (neben dem Teide Masiv) die zweithöchste Erhebung Teneriffas. Er ist ein Teil des südlichen Kraterrandes und touristisch nicht so vermarktet wie der Pico del Teide. Der Weg unterhalb der nördlichen Steilwand (in Bild 2 rot) ist ein echtes Erlebnis, aber nur für Schwindelfreie! Die hier beschriebene Tour ist über 10 km lang. Bei guter Kondition sollte man mindestens 4 Stunden einplanen.


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Die Vorgeschichte

Es war mein zweiter Anlauf für diese Wanderung. Ein paar Tage zuvor war ich umsonst in die Las Canadas hinauf gefahren. Die Wolken hatten offensichtlich nach oben hin kein Ende. Bisher hatte ich auf Teneriffa die Erfahrung gemacht, dass - egal wie das Wetter unten in z.B. Puerto de la Cruz ist - oben in der Las Canadas die Sonne scheint. Aber in diesem Urlaub war alles anders (es war Herbst!). Zwei Tage nach dieser Wanderung fegte ein tropischer Wirbelsturm über die Kanaren. Doch jetzt zur Beschreibung der Wanderung:

Start

Start der Wanderung am Parador Nacional de las Canadas, dem westlichen Besucherzentrum in der Las Canadas (der rote Punkt oben links in Bild 2). Hier trifft man zunächst auf hunderte von Menschen. Aber die meisten besuchen lediglich das Besucherzentrum oder laufen auf den flachen Wegen (gelbe und blaue Route in Bild 2). Auf dem Aufstiegsweg zum Guajara (grüner Abschnitt in Bild 2) war ich dann fast alleine.

Der Aufstieg

Für den Aufstieg wählte ich den östlichen und flacheren Weg (gelb, blau, grüner Abschnitt). Er führt zunächst etwa 200 m hoch auf einen Sattel des Kraterrandes östlich des Guajara.

Wenn man hier angekommen ist, kann man, sofern es die Wolken erlauben, zwar in den Süden Teneriffas hinunter schauen (Bild 6), aber man ist noch lange nicht oben. Hier beginnt der schönste Abschnitt dieser Strecke (hellblau). Die Felsen leuchten in allen Farben und man geht steilenweise unter überhängenden Gestein (Bild 4).

Doch dann kommt ein schier endlos langweiliger Abschnitt (violete Strecke in Bild 2), der erst oben am Plateau des Guajara endet. Man muss ständig auf die zu kleinen Pyramiden aufgeschichten Steinhaufen achten, um den Weg nicht zu verlieren. Aus Langeweile habe ich, wie viele Wanderer vor mir, mit den im Wege liegenden Steinen die Steinpyramiden weiter erhöht.

Auf dem Guajara

Hier oben pfeift ein eisiger Wind (es war November), so dass man sich nach dem schweißtreibenden Aufstieg so schnell wie möglich eine winddichte Jacke überziehen sollte. Innerhalb des im Bild 5 gezeigten Windschutzes trifft man meistens andere Wanderer zum Erfahrungsaustausch.

Die Aussicht von hier oben ist gigantisch (Bild 1). Die Bilder 7 und 8) können nur ein wenig von dem Gefühl wieder geben das man empfindet, wenn es direkt vor den Füßen 500 m senkrecht bergab geht.

(K)ein Abstecher zur Paisaje Lunar

Die Paisaje Lunar liegt nur etwa 3 km (Luftlinie) weit weg (aber 500 m tiefer!) vom Plateu des Guajara, so dass man in Versuchung kommt, diese auch noch kurz zu besuchen. Mir ist diese Idee aber erst gekommen, als ich schon oben auf dem Guajara war.

Also erst einmal wieder 200 m zum Sattel hinunter (violette Route in Bild 2). Auf dem weiteren Weg zur Paisaje Lunar (Bild 6) hinunter schaute ich ständig auf die Wolken. Irgendwann kam mir dann die Einsicht, dass das Weitergehen sich wohl nicht lohnt weil die Paisaje Lunar in den Wolken liegen. Also wieder zurück nach oben.

Am Sattel kommen mir Zweifel, ob ich den Aufstiegsweg wieder zurück gehen soll? Nein, der war mir zu langweilig! Also noch einmal die 200 m hoch zum Plateau des Guajara.

Der Abstieg

Beim zweiten Mal auf dem Plateau musste ich erst einmal in die Karte schauen: wo beginnt der Abstiegsweg (der rote Abschnitt in Bild 2)? Zuvor wurde ich von anderen Wanderern angesprochen, ob ich wüsste, wo dieser Weg beginnt. Er ist in der Tat nicht ganz leicht zu finden, erst recht nicht an Hand der Karten.

Wenn man ganz genau auf Bild 1 schaut, dann kann man den Weg im linken Viertel des Bildes erkennen. Wenn man hinunter geht, dann steht man nach ein paar Metern zwischen riesigen Felsblöcken und denkt, dass das wohl nicht der richtige Weg sein kann. Es ist kein Wegweiser zu finden. Hinzu kommt das beklemmende Gefühl, dass es ein paar Schritte weg von hier 500 m senkrecht nach unten geht. Ich kletterte vorsichtig zwischen und auf den Felsbrocken herum, bis ich endlich den Weg erkannte.

Den Weg hatte ich gefunden, aber so richtig wohl fühlte ich mich nicht, denn dieser Weg war alles andere als ein Spazierweg: hohe Absätze und immer dicht am Abgrund. Das Bild 9 gib einen Eindruckt von diesem Wegabschnitt.

Nach ein paar hundert Metern ist der Weg nicht mehr so dramatisch. Aber er zieht sich ewig in die Länge, obwohl man das Ziel fast immer vor Augen hat. Als ich am Besucherzentrum an kam, stand die Sonne bereits tief hinter den Felsen der Montana del Roque (Bild 8 Mitte).

Für den gesamten Aufstieg habe ich etwa zwei Stunden benötigt. Mein Abstieg hat etwa 1½ Stunden gedauert. Meine Zeitangaben sollten mit Vorsicht verwendet werden, da ich gut trainiert war. Ich habe auf der Tour einige andere Wanderer überholt, die vermutlich bis zu doppelt so viel Zeit gebraucht haben.


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