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Gästebuch

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.03.2017

Korsika Umrundung mit dem Fahrrad 2016

Vorwort

Team

Korsika gilt als die schönste Insel im Mittelmeer.

Was lag näher, als dies mit einer Fahrradtour selbst zu prüfen? Nach einem halben Jahr der Vorbereitung war es Ende Mai 2016 so weit. Wir hatten die Bahnfahren, die Fähre und einige wichtige Unterkünfte auf Korsika ib Voraus reserviert. Es war geplant Korsika mit unseren für Touren geeigneten Mountainbikes in 11 Etappen zu umrunden, sowie am 13. Tag (unser Reservetag) die Insel mit der Korsischen Eisenbahn zu durchqueren.

Es war eine anstrengende, aber auch sehr schöne Radtour mit etwa 750 km und 13.000 Höhenmetern auf Korsika.


Hier mein Blog mit meinen Eindrücken und Erlebnissen, mit [Fazit] und [Links].
(Bitte auf die Bilder klicken um sie vergrößert anzusehen.)


Hinweis: Zu dieser Radtour fand am 14. Febr. 2017 in den Ratsstuben in Geretsried ein Vortrag statt [mehr]. Eine Wiederholung des Vortrags ist für den 5. Okt. 2017 in der Gaststätte 'Schießstätte' in Weilheim, Schützenstraße 28 geplant [mehr].

Hier kannst Du ein kurzes Intro Video zum Vortrag ansehen: [Video öffnen] (Wenn das Video nicht angezeigt wird, dann fehlt in deinem Browser das notwendige PlugIn für .mp4 Dateien. Mit Firefox sollte es funktionieren.)

Tag 1: Die Anreise

Ein schlechter Witz

Wir trafen uns im Morgengrauen am Isar-Loisach-Kanal in Wolfratshausen um über den Isar-Radweg die etwa 30 km lange Strecke bis zum Münchner Hauptbahnhof mit unseren Fahrrädern zu fahren. Ein schlechter Witz: Wir hatten Fahrkarten für uns und unsere Fahrräder für eine 500 km lange Bahnfahrt, aber die Strecke bis nach München durften wir nicht mit der Bahn fahren.

Bis unser Zug in den Münchner Bahnhof einrollte hatten wir noch ausreichend Zeit für einen Kaffee. Das Fahrradabteil war - wie immer - ganz weit weg von den reservierten Sitzplätzen. Nach dem Verladen der Fahrräder mussten wir wieder die fast gesamte Zuglänge über den Bahnsteig rennen. Fahrradfahrer sind Sportler! Der Zug fuhr über Rosenheim, Innsbruck, Brenner, Bozen, bis Bologna.

Man muss für die Fahrt mit der Bahn gut trainiert sein:

  • Etwa 14 Uhr in Bologna Umsteigen in den Regionalzug nach Prato,
  • etwa 17 Uhr Umsteigen in den Regionalzug nach Florenz,
  • etwa 18:30 Uhr Umsteigen in den Regionalzug nach Livorno.

Das Umsteigen wäre eigentlich kein Problem, doch die meisten Bahnhöfe wurden nur für Fußgänger gebaut. Man muss als Radfahrer entweder sehr sportlich sein um das schwere mit Gepäck beladene Fahrrad die Treppen hinauf zu tragen, oder man muss sehr geschickt und geduldig sein um das Fahrrad in die stets viel zu kleinen Fahrstühle zu bringen, sofern es einen Fahrstuhl gibt.

(C) by K-D Redeker

Wir sahen unsere Fähre, aber wie kommen wir dahin?

In Livorno eine etwa 4 km lange Fahrradtour bis zum Fährhafen. Die dazu vom Routenplaner vorgeschlagene Strecke erwies sich jedoch als falsch weil eine entscheidene Brücke im Hafen nicht befahrbar war. Also wieder zurück um das gesamte Hafenbecken. Wir sahen unsere Fähre, aber der Weg dahin war chaotisch ausgeschildert. Endlich an der Anlegestelle der Fähre mussten wir eine gefühlte Ewigkeit warten bis wir mit unseren Fahrrädern an Bord durften. Unsere Tickets wurden zwar schon früher gecheckt, doch dabei wurden uns als Trost für das Warten lediglich "bessere Plätze" versprochen - was das auch immer sein sollte?

Feier des glücklichen Starts unserer Korsika-Tour

Endlich durften wir an Bord der Fähre fahren. Obwohl unsere Fahrräder gegenüber den LKWs vernachlässigbar klein waren bekamen wir Zentimeter-genaue Anweisungen um unsere Fahrräder an der Bordwand abzustellen. Danach mit unserem Gepäck im engen Fahrstuhl hoch in das Deck zu unserer reservierten Kabine. Es erwarteten uns Doppelstockbetten sowie ein kleines Bad mit Dusche. Nach dem frisch machen gingen wir in das Bordrestaurant. Hier standen für uns Plätze mit oder ohne Bedienung zur Auswahl. Wir ließen uns zur Feier des glücklichen Starts unserer Korsika-Tour ein Mehrgänge-Menü mit Wein servieren.

Im Schneckentempo nach Korsika

Die Fähre legte während des Abendessen etwa 22 Uhr ab und fuhr im Schneckentempo Richtung Korsika (8 Stunden für etwa 120 km Luftlinie). Nach dem Abendessen zurück in unsere Kabine. Ich konnte wider erwarten gut schlafen, trotz des sehnlichen Wunsches nach frischer Luft. Um 6 Uhr wurden wir mit grausamen Lautsprecher-Durchsagen geweckt. Durch das Kabinenfenster war Korsika bereits am Horizont zu sehen. Wir räumten die Kabine und gingen ins Freie um die Einfahrt der Fähre in den Hafen von Bastia zu verfolgen. Nach dem Anlegen konnten wir die Fähre recht zügig mit unseren Fahrrädern verlassen (die besseren Plätze?). Wir fanden nach etwa 1 km in Bastia ein Straßen-Café. Mit diesem Frühstück im Bauch stand dem Start der ersten Etappe auf Korsika nichts mehr im Wege. Oder doch?

Tag 2: Bastia - Saint Florent

Der erste Tag verlief nicht für alle wie geplant

Klaus wollte zunächst ein Fahrradgeschäft in Bastia aufsuchen, denn sein Fahrrad war nicht wirklich fit für die bevorstehenden Downhills. Deshalb einigten wir uns, dass wir uns in Bastia trennen. Klaus wollte - nachdem er Ersatzrad gefunden hatte - auf direktem Weg über den Col Teghime (536 m) nach Saint Florent fahren.

Wir drei fuhren wie geplant an der Ostküste entlang in Richtung Cap Corse. Je weiter wir uns von Bastia entfernten, desto ruhiger wurde der Verkehr. Vorbei an einsamen Buchten mit Sandstränden. Am Horizont war die etwa 30 km entfernte kleine Insel Capraia zu sehen. Wir verließen die Küstenstraße bei Santa Servera um von hier aus über den Col de Santa Lucia (380 m) in Richtung Pino an der Westküste zu fahren.

Unser erster Pass auf Korsika

In Juri (115 m) versorgten wir uns in einem Supermarkt mit dem Notwendigsten für ein Picknick. Ab hier wählten wir eine absolut einsame Nebenstraße. Nach etwa 12 km kamen wir auf dem Col de Santa Lucia (380 m) an. Die Passhöhe besteht aus aus einer künstlichen Schlucht mit einer Kapelle (siehe 3. Bild). Hier war gerade für eine organisierte Tour von Rennradfahrern eine Verpflegungsstation eingerichtet. Wir zogen es deshalb vor uns für die Pause einen ruhigeren Platz zu suchen.

Wunderschöne Aussichten und einsame Straßen

Auf der jetzt folgenden etwa 4 km langen Abfahrt bis nach Pino (190 m) kam erster Downhill-Spaß auf, zumal wir hier so gut wie alleine hier unterwegs waren. Dabei immer wieder eine wunderschöne Aussicht auf die Westküste. Oberhalb von Pino fanden wir einen schattigen Platz für ein Picknick. Ab hier auf einer einsamen Straße etwa 15 km lang in einem ständigen Auf und Ab bis nach Canari (300 m). In Canari eine kleine Pause unter Palmen mit wunderschöner Aussicht.

Von Canari etwa 4 km 200 Meter abwärts wo wir dann auf die Hauptstraße kamen. Der Verkehr war auch hier erträglich gering. Wir nutzten erst einmal die Gelegenheit für eine kurze Pause im Garten eines kleinen Restaurants direkt an der Straße. Die weitere Strecke führte uns an der Ruine einer ehemaligen Asbestfabrik vorbei. Dabei ständig schöne Ausblicke von der etwa 50 Meter hoch gelegenen Straße auf die Küste.

Klaus war deutlich sportlicher

In der Zwischenzeit hatte Klaus bereits Saint Florent erreicht, im Hotel eingecheckt und kam uns bereits vor Nonza mit einem Leihfahrrad entgegen. Dabei war er zweifellos viel sportlicher unterwegs wie wir!

Der übliche Touristen-Rummel

In Nonza herrschte der übliche Touristen-Rummel so dass wir lieber gleich weiter fuhren. Unterhalb von Nonza liegt ein 1 km langer grauer menschenleerer Strand. Dieser erhielt seine Farbe vom Schiefer und dem Asbest-Abau. Nach weiteren 18 km mit ständigem Auf und Ab (180 Höhenmeter) erreichten wir kurz nach 16 Uhr unser Hotel in Saint Florent. Der Fahrrad-Abstellraum er war bereits überfüllt. Die Gruppe Rennradfahrer der wir heute bereits mehrmals begegnet waren, war uns zuvor gekommen. Dies war jedoch kein wirkliches Problem, denn wir konnten unsere Fahrräder an einer anderen Stelle im Hotel abstellen.

Das Restaurant in der zweiten Reihe

Am Abend suchten wir uns in Saint Florent ein Restaurant. Am Marina (Hafen) drängelte sich ein Restaurant neben dem anderen. Die Kellner warten vor den Eingängen auf Gäste. Keins davon entsprach unseren Vorstellungen. Wir entschieden uns für das Restaurant 'L Ombrée' in der "zweiten Reihe". Es war gut besucht und deswegen wohl auch eine gute Wahl! Wir bezahlten hier zu viert für jeweils ein Menü mit Wein zusammen 'nur' 85 €.


Tagesbilanz: 88 km, Höhengewinn: 1390 Meter, effektive Fahrzeit: 6 Std. 14 Min.

Tag 3: Saint Florent – L’Île-Rousse - Calvi

Kein guter Start in den neuen Tag: Es hatte in der Nacht etwas geregnet und das Wetter war bedeckt. Das Frühstücks-Buffet im Hotel war bereits von der Gruppe Rennradfahrer reichlich geplündert worden. Von Saint Florent führte uns die Straße zunächst etwa 20 km lang auf eine Höhe von etwa 360 m. Die Straße durchquert die fast Menschen-leere Desert des Agriates. Blöderweise verpestete auf dieser Strecke eine Oldtimer Rally die Luft.

An der höchste Stelle dieser Etappe drohte ein Regenschauer uns zu duschen. Das Anziehen der Regenjacken war jedoch wegen der bevor stehenden 7 km langen Abfahrt ohnehin ratsam. Wir entkamen der Dusche.

Jetzt wendete sich unser Schicksal.

Der Himmel wurde zunehmend blau, wobei unser Vorwärtsdrang ab L’Île-Rousse von einem starken Gegenwind ausgebremst wurde.

In L’Île-Rousse war Zeit für eine Pause auf der Strandpromenade. Während dieser Zeit kann ein Zug der Korsischen Eisenbahn vorbei gefahren (siehe Tag 13). Anschließend fuhren wir ein kleiner Abstecher auf die L’Île-Rousse vorgelagerte Insel, dabei wehte ein kräftiger Wind so dass wir vorzeitig umkehrten. Weiter auf einer Hauptstraße mit ständigem Auf und Ab (400 Höhenmeter) und viel Gegenwind bis nach Calvi.

Bei der Ankunft um etwa 15 Uhr herrschte in Calvi schönstes Wetter. Das reservierte Hotel 'Méditerranée' erwies sich als ein Glücksfall, obwohl es von Außen nicht besonders einladend wirkte. Von der riesigen Terrasse vor unseren Zimmern hatten wir Aussicht auf das Meer und die Zitadelle von Calvi.

Wir wurden fürstlich bedient

Wir hatten jetzt viel Zeit um uns Calvi und die Zitadelle anzusehen. Am Abend suchten wir wieder ein Restaurant in der "zweiten Reihe". Wir fanden in der Rue Alsace das 'Le Magnola', ein Restaurant mit Garten. Obwohl wir beim Eintritt so gut wie die einzigen Gäste waren wurden wir gefragt, ob wir einen Tisch reserviert hätten. Die Zahl der freien Tisch änderte sich aber schnell. Wir wurden fürstlich bedient, die Menüs waren Spitzenklasse und die Rechnung entsprechend: zusammen zahlten wir 160 €, also fast das doppelte wie am Vorabend ...


Tagesbilanz: 70,7 km, Höhengewinn: 1263 Meter, effektive Fahrzeit: 4 Std. 49 Min.

Tag 4: Calvi – Porto

Spektakuläre Aussichten

Die Route begann mit spektakulären Aussichten auf das Meer, was aber an diesem Tag noch um ein vielfaches übertroffen werden sollte. Blauer Himmel und starker Wind, idealles Wetter für einen Sonnenbrand. Ich habe mich deshalb nach einer halben Stunde Fahrt lieber auf ein langärmelieges Shirt als nur auf Sonnencreme verlassen.

Zunächst waren etwa 30 km auf einer immer holprieger werdenden Straße mit dem bereits bekannten ständigem Auf und Ab zu fahren (550 Höhenmeter).

Ein Selfi auf der Passhöhe

In Anbetracht auf die bevorstehende Strecke verzichteten wir auf einen Abstecher nach Galeria, was zur Folge hatte, dass alle uns bereits bekannten Auto-Touristen und "Motor-Terroristen" uns ein zweites Mal überholten. Etwa 2 km hinter dem Abzweig nach Galeria ging es 400 Meter am Stück aufwärts, nach 1½ Stunden erreichten wir den Col de Palmarella (405 m). Oben konnten wir ein tolles Panorama auf die Küste bewundern. Für uns endlich eine willkommende Gelegenheit für ein Gruppen-Selfi, leider war das Schild mit der Passhöhe von einem Auto verstellt.

5,5 km langer Downhill

Vom Col de Palmarella ein 5,5 km langer Downhill. Dann ergab sich eine Gelegenheit zu einer Pause in einem recht rustikalen Restaurant mit Korsischen Spezialitäten. Wir saßen dabei unter einem Baum dessen Stamm so dick war, dass zwei Leute nicht reichen würden um ihn mit den Armen zu umfassen. Anschließend wieder einmal fast 100 Meter aufwärts bevor es dann bis auf Meereshöhe bei Serriera wieder abwärts ging. Dann noch einmal 100 Meter aufwärts um zum spektakulärsten Abschnitt dieser Etappe zu kommen. Direkt neben der in den Fels gehauenen Straße ging es 100 Meter tief senkrecht hinunter zum Meer (3. Bild).

Als Radfahrer im Vorteil

Wir hatten als Radfahrer den Vorteil auf der engen Straße überall anhalten zu können und so die spektakuräre Aussicht hinunter auf das Meer zu bewundern. Von hier oben konnten wir schon nach Porto hinunter sehen. Unsere Unterkunft 'Résidence A Barcella' befand sich in Porto Ota etwa 1 km oberhalb von Porto, so dass wir am Abend einen Spaziergang unternehmen mussten um Porto aus nächster Nähe kennenzulernen.

Mordshunger

Porto ist ein relativ kleiner Ort, so dass unser Vorsatz ein "Restaurant in der zweiten Reihe" aufzusuchen nicht einfach realiserbar war. Ich hatte bereits einen Mordshunger und plädierte dafür, dass wir in eine Pizzeria gehen. Erst nachdem wir bereits eine halbe Stunde lang herum gelaufen sind war der Hunger der anderen drei endlich groß genug um meinen Vorschlag zu akzeptieren. Es wurde nicht nur Pizza und Pasta angeboten, so dass alle waren mit dem Essen zufrieden waren. Während der nächsten Tagen wurde uns bewusst, dass wohl mindestens jedes zweite Restaurant auf Korsika den Namen 'Pizzeria' trägt, und was ganz offensichtlich kein Kriterium für die angebotenen Speisen darstellt.


Tagesbilanz: 80 km, Höhengewinn: 1272 Meter, effektive Fahrzeit: 5 Std. 37 Min.

Tag 5: Porto – Ajaccio

Ein Spaziergang vor dem Frühstück

Vor dem Start zu unserer anstrengensten Etappe war ein kleiner Spaziergang notwendig. Unser Apartement verfügte zwar über eine Küche, aber der Kühlschrank war leer. Nur etwa 100 Meter entfernt bekamen wir in einer Boulangerie ein Petit-déjeuner.

Der aufregenste Straßenabschnitt Korsikas

Gleich von Porto aus gings es etwa 450 Meter an einem Stück hoch. Nach etwa 7 km Anstrengung erwartete uns eine der aufregensten Straßenabschnitte Korsikas. Man muss sich dazu die Bilder ansehen, denn man kann die aufregende Landschaft auch mit vielen Worten nicht beschreiben (siehe auch das Hintergrundbild dieser Website, bitte drauf klicken).

Nach weiteren 7 km ein über 6 km langer Downhill bei dem es wieder bis fast auf Meereshöhe hinunter ging. Die weiteren 32 km waren relativ langweilig. Im ständigen Auf und Ab "sammelten" wir auf einer nervigen Hauptverkehrsstraße etwa 500 Höhenmeter.

Eine vergebliche sportliche Einlage

Etwa 1 km vor Cargése entdeckte Klaus auf seinem Navi, dass wir auch auf einer Nebenstraße fahren könnten. Wir waren froh über die Alternative und ändern kurzentschlossen die Richtung. Zu früh gefreut! Es ging zunächst 60 Meter relativ steil hinunter um dann wieder genau so steil 80 Meter hinauf nach Cargése zu führen. Auf dieser engen Straße war leider auch nicht weniger Verkehr. Wir verbuchten diesen Umweg als eine "sportliche" Einlage. Oben in Cargése angekommen lud uns eine schattige Bank zu einer spontanen Mittagspause ein. Niemand hätte es zugeben wollen, aber jeder war offensichtlich froh über diese Gelegenheit zum Verschnaufen. Wir ignorierten die Pizzeria gegenüber auf der anderen Straßenseite und versorgten uns in einem etwa 100 Meter entfernten Supermarkt mit dem Notwendigsten für unser Picknick.

Auf den nächsten 24 km verlief unsere Route in direkter Küstennähe, wobei sich die kleinen Anstiege auf über 200 Höhenmeter aufsummierten. Etwa 3 km nach Tuccia war das relativ gemütliche Fahren zuende. Der zweite große Anstieg dieser Etappe lag vor uns. Auf etwa 6,5 km waren 370 Meter zu ersteigen, wobei uns die Hitze und der nervige Verkehr stark zusetzte. Ich kam nach etwa einer Stunde endlich oben am Col San Bastiano (404 m) an. Dort wartete Harald bereits schon lange auf uns. Vor der Weiterfahrt für alle eine kleine Pause, sowie das obligatorische Pass-Selfi.

Extrem neviger Verkehr

Etwa 5,5 km weiter konnten wir endlich auf eine Nebenstrecke ausweichen. Die letzten 2 km bis zu unserem Hotel in Ajaccio waren noch einmal extrem nervig. Wir waren in die Rush Hour geraten und die Straßen waren völlig verstopft, so dass wir sogar mit den Fahrrädern nicht voran kamen. Unser Hotel 'Kaliste' befand sich in der Cours Napoleon, der Hauptstraße von Ajaccio. Wir hatten Glück, unsere Zimmer befanden sind auf der ruhigen Rückseite. Wir konnten unsere Fahrräder in einer Art 'ruhender' Baustelle hinter dem Hotel sicher abstellen.

Für das Abendessen suchten wir wieder ein "Restaurant in der zweiten Reihe". Wir entschieden uns - wieder einmal - für eine Pizzeria. Wir zahlten für ein Menü mit Wein pro Kopf etwa 20 €.


Tagesbilanz: 80 km, Höhengewinn: 1671 Meter, effektive Fahrzeit: 6 Std. 01 Min.

Tag 6: Ajaccio – Propriano

Während dieser Etappe konnten wir nicht viel von der Landschaft sehen.

Der Tag begann bereits mit Regen. Das Fotografieren lohnte sich nicht wirklich, denn es war alles in Grau eingehüllt. Von Ajaccio aus mussten wir zunächst den Flughafen auf Autobahn-ähnlichen Straßen umfahren. Weiter etwa 15 km an der Küste entlang, wobei vom Meer nicht viel zu sehen war. Ab Verghia wählten wir eine Nebenstraße, sie führte zunächst relativ steil über einen 70 Meter Hügel. Anschließend erwartete uns auf einer Länge von etwa 5 km der schwerste Anstieg unserer Tour. Bis Aqua Doria waren 300 Höhenmeter zu bezwingen, wobei der Fahrrad-Computer eine Steigung von bis zu 14% anzeigte. Mit unserem Gepäck war die Steigung echt grenzwertig: zu steil zum Fahren und zu lang zum Schieben. (Eine der ganz wenigen Abschnitte an dem ich den Motor meines e-Mountainbikes zur Hilfe nahm). Die nächsten 16 km im Nieselregen mit dem bekannten 'Korsischen' Auf und Ab. Ob mit oder ohne Regenjacke, ich wurde entweder nass vom Schwitzen oder vom Regen.

Die Erlösung - eine Pizzeria

In Serra di-Ferro endlich die Erlösung von den Qualen: eine Pizzeria! Wir mussten uns nicht lange fragen, jeder wollte nur eins - sich aufwärmen. Die Pizzas waren wirklich gut. Sie wurden in einem Holzofen vor der Tür gebacken. Nach dieser 1½ Stunden langen Pause fuhren wir zufrieden gestellt weiter. Erst einmal wieder 150 Meter abwärts bis auf Meereshöhe. Nach dem nächsten Anstieg kam Propriano in Sicht. Keine Frage, dass es bis zu unserer Unterkunft noch einmal richtig aufwärts ging.

Man gönnt sich ja sonst nichts im Urlaub

Die Unterkunft in Propriano entschädigte uns für das schlechte Wetter und die Anstrengungen. Wir hatten zwei Zimmer in der Hotelanlage 'Bartaccia' reserviert. Die Hotelanlage war offensichtlich neu errichtet. Es gab sofort Stress als wir unsere Fahrräder bis vor die Türen der Appartements schieben wollten um unser Gepäck dort abzuladen. Die Zimmer waren richtig große Luxus-Zimmer mit Balkon. Die tägliche Frage zum Abendessen: Bis in das Zentrum von Propriano war es uns bei dem Wetter zu weit. Wir hätten wir mindestens 1 km weit laufen müssen. Wir bevorzugten deshalb das Restaurant der Hotelanlage. Wir ließen uns mit einem Mehrgänge-Menü mit vielen Extras verwöhnen. Am nächsten Tag bekamen wir die Rechnung für diesen Luxus präsentiert: die gesamte Hotelrechnung belief sich auf fast 500 € - man gönnt sich ja sonst nichts im Urlaub ...


Tagesbilanz: 71,5 km, Höhengewinn: 1078 Meter, effektive Fahrzeit: 6 Std. 42 Min.

Tag 7: Propriano -Bonifacio

Von der Landschaft haben wir nicht viel gesehen

Es lag wieder eine relativ lange Etappe vor uns. Der Tag begann mit trüben Wetter, aber es regnete wenigstens nicht ständig. Von Propriano und der Landschaft drum herum haben wir deshalb nicht viel gesehen. Nach ein paar Kilometern das erste Regenschauer. Um nicht ständig auf der verkehrsreichen Nationalstraße fahren zu müssen wählten wir eine Nebenstrecke hinauf nach Sartene. Auf etwa 6 km waren 300 Meter zu ersteigen. Von Sartene aus hätte man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht auf die Umgebung gehabt, was uns aber an diesem Tag nicht vergönnt war.

Die einzige wirkliche Abwechselung auf dieser Strecke war der Felsen mit der Form eines liegenden Löwen 'Lion de Roccapina'. In einem Supermarkt in Pianottoli-Caldarello versorgten wir uns mit dem Notwendigsten. 6 km weiter fanden wir eine geeignete Stelle für eine Pause, dabei dienten leere Kabeltrommeln als Tisch. Nicht wirklich gemütlich, aber originell ...

Kann man nicht wirklich weiter empfehlen

Die etwa 50 km lange Fahrt mit dem Fahrrad auf der Nationalstraße kann man nicht wirklich weiter empfehlen. Für unser Vorhaben Korsika vollständig mit dem Fahrrad zu umrunden gab es jedoch keine Alternative. Ich hatte auf dieser Strecke nur das eine Ziel: diese langweilige Strecke möglichst schnell hinter mir zu lassen und radelte Gedanken-versunken vor mich dahin. Irgendwann schaute ich zurück. Von meinen drei Mitradlern war nichts mehr zu sehen. Ich wartete eine gefühlte Ewigkeit bis sie kamen.

Nur nicht kalt werden

Es fehlten uns nur noch etwa 7 km bis zu unserem Etappenziel als schwarze Wolken aufzogen. Es begann ein richtig heftiger Platzregen. Und weit und breit keine Möglichkeit zum Unterstellen. Ich war trotz Regenjacke sofort bis auf die Knochen nass. Es sah nicht danach aus, dass der heftige Regen kurzfristig nachlies. Meine Devise lautete deshalb nur nicht kalt werden und fuhr vorsichtig weiter. Meine Mitfahrer dachten offensichtlich anders so dass wir uns aus den Augen verloren. Ich hielt an um zu warten. Nach zehn Minuten kamen sie. Es gab inzwischen wirklich nichts trocknes mehr an mir!

Ein mit Dornen verhangender Pfad

Unser Ziel, die gebuchte Unterkunft war nur noch etwa 3 km entfernt. Sie lag jedoch abseits der Straße nach Bonifacio. Der kürzeste (von Klaus seinem Navi vorgeschlagene) Weg dorthin war in den Karten gar nicht eingezeichnet, was Schlimmes befürchten lassen musste. Der Weg wurde prompt immer schlechter. Zum Schluss war es nur noch ein mit Dornen verhangender Pfad auf den man keinen Hund schicken würde. Aber wir mussten mit unseren Fahrrädern da durch! Laut Navi war das Ziel ganz in der Nähe, aber eine endlos lange Mauer versperrte uns den direkten Weg.

Endlich kamen wir wieder auf eine Straße und gleichzeitig zur Einfahrt unserer Unterkunft. Die Unterkunft erwies sich als Ferienwohnung mit zwei Schlafzimmern. Ich hatte nur noch ein Ziel: so schnell wie möglich unter die warme Dusche um wieder warm zu werden.

Call a Pizza

Von der Unterkunft bis in das Zentrum vom Bonifacio waren es mehr als 2 km, also viel zu weit um bis dahin zu laufen. Schon gar nicht bei dem Wetter und mit unseren nassen Klamotten. Wir baten deshalb die Vermieter, dass sie für uns einen Pizza-Service beauftragen. Das klappte bestens. Ende gut - alles gut!


Tagesbilanz: 65,6 km, Höhengewinn: 1210 Meter, effektive Fahrzeit: 4 Std. 39 Min.

Tag 8: Bonifacio – Porto-Vecchio

Viel Zeit für Umwege

Der Tag begann mit deutlich besserem Wetter und einem unerwartet gutem Frühstück in unserer relativ abgelegenen Unterkunft. Wir hatten an diesem Tag nur eine verhältnismäßig kurze Strecke zu fahren (nur 22 km Luftlinie), so dass wir uns viel Zeit für die Besichtung von Bonifacio sowie für Umwege nehmen konnten.

Die 2 km lang Strecke von unserer Unterkunft 80 Meter oberhalb von Bonifacio bis zum Hafen war im Vergleich zur Fahrt am Vortag die reinste Erholung. Bonifacio selbst liegt etwa 40 Meter hoch auf steilen Felsen über dem Meer. In den engen Gassen von Bonifacio herrschte dichtes Touristen Gedrängel. Wir mussten unsere Fahrräder meistens schieben. Nach etwa 2 Stunden 'erklärten' wir die Besichtigung von Bonifacio als abgeschlossen und starteten zu unserem nächsten Ziel Porto-Vecchio.

Unfreiwillige Umwege und Baustellen

Wir wollten Bonifacio auf einer kleinen Nebenstraße verlassen, was laut Karte hätte leicht möglich sein sollen. Doch es begann damit, dass wir zunächst einen Abzweig verpassten und nach dem Erkennen des Fehlers nicht mehr umkehren wollten.

Etwas später war der Weg wegen einer Baustelle völlig versperrt. Wir mussten eine Weile warten bis die Bauarbeiter den Weg mit einem kleinen Bagger wieder passierbar gemacht hatten. Aber das sollte nicht das letzte Hindernis sein. Die in der Karte eingezeichnete Straße lief durch ein privates Grundstück und wir wurden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir den Weg ausserhalb benutzen müssen. Dieser Weg war unbefahrbar, so dass wir unsere Fahrräder ein paar Hundert Meter über Geröll schieben mussten. Zu unserem Glück hatten wir an dem Tag ausreichend Zeit ...

Keine Radtour ohne Reifenpanne ...

Nach etwa 1 km kamen wir wieder auf eine befestigte Straße und nach weiteren 5 Minuten waren wir auf einer der allseits beliebten Nationalstraßen (N198). Wir folgten der Straße etwa 8 km. Dann war die Mehrheit dafür einen Umweg über das etwa 260 Meter hoch liegende Chera einzulegen. Bei der Abfahrt von Chera zurück zur Küste bemerkte Frank, dass sein hinterer Reifen zu wenig Luft hatte. Ganz offensichtlich hatte er sich am Vortag auf der 'wilden' Strecke zur Unterkunft einen Dorn in den Reifen gefahren. Ein kurzer Stopp, um den Reifen erst einmal wieder aufzupumpen.

Gesperrt oder unbefahrbar

Die jetzt gemäß unserer Planung zu fahrenden Wege erwiesen sich als gesperrt oder unbefahrbar, so dass wir wohl oder übel auf der Nationalstraße weiter fahren mussten. Etwa 2 km weiter bogen wir zum Strand von Santa Giulia ab und legten eine Badepause ein. Von hier aus waren es bis zur gebuchten Unterkunft abseits von Porto-Vecchio nur noch 8 km. Weil sich diese Unterkunft weit außerhalb von Porto-Vecchio befand versorgten wir uns in einem Supermarkt vorsichtshalber mit dem notwendigsten für ein Abendessen. An diesem Abend konnten wir uns dann auch vor unseren Zimmern zum Abendessen ins Freie setzen. Es gab neben Korsischen Schinken und Käse - selbstverständlich - auch Korsischen Rotwein.


Tagesbilanz: 46,6 km (davon 6 km in Bonifacio), Höhengewinn: 892 Meter, effektive Fahrzeit: 4 Std. 26 Min.

Tag 9: Porto-Vecchio – Zonza

Der Tag begann gut

Blauer Himmel. Das petit-dé jeuner im Freien vor unserer Unterkunft "Casa di Mama" war reichhaltiger wie erwartet. Wir radelten zunächst etwa 4 km bis in das 50 Meter höher gelegene Zentrum von Porto-Vecchio. Nach weiteren 6 km begann ein 14 km langer Aufstieg in das über 900 Meter hoch liegende L'Ospedale. Dabei betrug die Steigung relativ konstant 6,5% und es gab kein Stück um sich zwischenzeitlich etwas von der Dauerkurbelei zu erholen.

Ewig langer Anstieg und ein knackendes Fahrrad

Die lange Steigung war weniger unser Problem, sondern mehr die Hitze weil der kühlende Fahrtwind fehlte. Das Fahrrad von Frank machte uns dabei echte Sorgen. Es knackte so laut, dass wir befürchten mussten, dass er die Fahrt nicht wie geplant fortsetzen kann. Klaus spendierte ein paar Tropfen Kettenöl, welche prompt ein kleines Wunder bewirkten. Von L'Ospedale aus hatten wir eine tolle Aussicht hinunter zurück nach Porto-Vecchio.

Zählte zu den schönsten Strecken Korsikas

Weiter etwa 1½ km entlang am Barrage de L'Ospedale (Stausee). Die folgenden 17 km bis Zonza zählten für uns mit zu den schönsten Strecken Korsikas. Wir hatten Glück, denn der Verkehr war sehr gering. An der Passhöhe 'Bocca d'Ilarata' (991 m) hatten wir die Gelegenheit für ein Selfi (siehe das Bild oben im Vorwort). Vorbei kommende Autofahrer vermuteten deshalb, dass es hier etwas besonderes zu sehen gibt und hielten ebenfalls an. Ein anderes Mal hielt uns ein älteres Ehepaar an, sie waren gewandert und suchten jetzt verzweifelt die Stelle an der sie ihr Auto geparkt hatten. Wir konnten aber nicht helfen, denn wie und warum hätte uns das vermisste Auto auffallen sollen?

In Zonza war nicht viel zu sehen

Nach weiteren 10 km hatten wir den kleinen Ort Zonza und unser reserviertes Hotel erreicht. Es war bei der Ankunft noch relativ früh, so dass wir nach einem kleinen Spaziergang den Rest des Tages unter der Markiese vor dem Hotel verbrachten. Dabei stillten einige Panache unseren Durst. In Zonza war sonst nicht wirklich viel zu sehen.

Wild und Rosé

Wir blieben zum Abendessen im Restaurant des Hotels. Als Aperitif bestellten wir uns einen Pastis, welcher dann prompt vom Wirt spendiert wurde. Es wurde Wild serviert, welches direkt im Restaurant am offenen Feuer gegrillt worden war. Wie fast an jeden Abend gehörte ein Korsischer Rosé Wein zu unserem Essen.


Tagesbilanz: 43,3 km, Höhengewinn: 1198 Meter, effektive Fahrzeit: 4 Std. 05 Min.

Tag 10: Zonza - Col de Bavella – Solenzara

Der 'Höhepunkt' unserer Tour

An diesem Tag stand die wohl interessanteste Etappe in unserem Programm: die Fahrt über den Col de Bavella (1218 m), der höchste Punkt unserer Tour, sowie mit einem anschließend ewig langen Downhill bis hinunter zur Ostküste Korsikas. Zunächst mussten wir etwa 9 km mit durchschnittlich 5% Steigung von Zonza zum Col de Bavella hinauf. Etwa 3½ km nach Zonza kamen wir am Hippodrom de Zonza vorbei (die höchstgelegene Pferderennbahn Europas), wo sich jedoch nur ein Traktor ein einsames Rennen lieferte. Nach weiteren 3½ km und 230 Meter Anstieg kamen wir an einen Parkplatz mit Aussicht auf das bekannte Gebirgsmassiv 'Aiguilles de Bavella' (siehe das Bild, oft als 'korsischen Dolomiten' bezeichnet). Der Hochseilgarten direkt am Parkplatz hatte auch schon einmal bessere Zeiten gesehen, er war jetzt nur noch eine gefährliche Ruine. Wir waren hier mindestens 10 Minuten lang ganz alleine, doch genau in dem Moment als wir uns für ein Erinnerungsfoto aufstellen wollten hielten etliche Motortouristen an, vorbei war es mit der Ruhe und der Gelegenheit für ein schönes Foto. Wir fuhren lieber schnellstens weiter.

Col de Bavella

Col de Bavella

Nach weiteren 1,8 km und 90 Meter Anstieg kamen wir am Col de Bavella (1218 m) an. Es ist einer der Touristischen Höhepunkte Korsikas, so dass hier ständig viel los ist. Autofahrer werden für das Parken abkassiert. Doch für unsere Fahrräder fanden wir noch ein paar freie Plätze. Die Hauptattraktion ist die Marienstatue 'Notre Dame de la Neige'. Sie steht auf einem Steinhaufen, der mit vielen Gedenktafeln überdeckt ist. Im Hintergrund konnte man Bergsteiger in den Felsen sehen.

Baum

Von nun an ging es bergab

Zunächst durch 'Village de Bavella', wegen der wilden Hütten mehr ein Schandfleck in der Natur als eine wirkliche Siedlung. Dann begann der pure Spaß: etwa 7 km lang mit durchschnittlich etwa 9% Gefälle abwärts. Unsere Räder wurden unendlich schnell, so dass ständiges Bremsen notwendig war um gefahrlos durch die engen Kurven zu kommen. Die tolle Landschaft verleitete uns mehrmals zum Anhalten. Wir versuchten die Eindrücke mit ein paar Fotos festzuhalten. Wir hatten uns zu früh gefreut! Es war nicht nur bequemes Rollen angesagt. Um den Col di Larone zu überwinden waren 128 Meter Anstieg notwendig. Dann konnten wir wieder 5 km lang mit etwa 8% abwärts rollten.

Viel zu früh am Ziel

Nach etwa 2 Stunden Fahrt war es Zeit für eine Mittagspause. Die schattige Terrasse des Restaurant 'U Castellu' war dazu ideal. Von hier aus waren es noch etwa 6½ km bis Solenzara. Bei unserer Ankunft in Solenzara war es noch viel zu früh um in das reservierte Hotel einzuchecken. Wir besuchten deshalb erst einmal den Strand von Solenzara. Nach etwa 2 Stunden wagten wir einen neuen Anlauf für das Einchecken im Hotel. Wir konnten unsere Fahrräder im 'Büro' des Hotels abstellen. Zum Abendessen blieben wir in der Hotel-eigenen Pizzeria. Sie entsprach unseren Kriterien vom 'Restaurant in der 2. Reihe'.


Tagesbilanz: 39,6 km, Höhengewinn: 740 Meter, Höhenverlust: 1494 Meter, effektive Fahrzeit: 2 Std. 49 Min.

Tag 11: Solenzara – Corte

Zwischendurch recht abenteuerlich

Wir mussten lange auf das Frühstück warten. Als wir es endlich hatten mussten wir feststellen, dass es nicht das Geld wert war. An diesem Tag lag eine längere Etappe vor uns. Zunächst etwa 4½ km auf der Nationalstraße N198, dann etwa 35 km weit auf Nebenstraßen (1. Bild). Die Route wurde zwischendurch recht abenteuerlich.

Keine Alternative

Die Route war in der Karte nur als gestrichelte Linie eingezeichnet, was in Natura dann auch nur ein unbefestigter Feldweg war. Den Fluß 'Le Tagnone' mussten wir in einer Fuhrt durchqueren (2.Bild). Danach war der Verlauf des Weges kaum noch zu erkennen, wir fuhren durch 2 Meter hohe Disteln, bis wir endlich wieder auf eine befestigte Straße kamen. Diese führte über einen Staudamm, auf dem wir eine kleine Pause einlegten (3. Bild).

Ende des Weges in der Botanik

Etwa 1 km weiter führte die Route an einem Industriebetrieb vorbei, wo die Straße dann in der Botanik endete. Wir mussten ein paar hundert Meter zurück fahren und uns mit Hilfe des Navi eine andere Route suchen. Etwa 2 km von Aléria entfernt kamen wir auf die N200 'Route de Corte'. Klaus und Harald war das Fahren auf der Nationalstraße zu 'unsportlich' so dass wir uns einigten getrennt bis nach Corte weiter zu fahren. Frank und ich fuhren im Tal der 'Le Tavignano' weiter, während die anderen beiden über die etwa 500 Meter höher gelegene D14 fuhren. Unsere Route stieg mit gemütlichen 1% auf den 30 km bis Corte etwa 400 Meter an.

Fahrräder mehr hinderlich als nützlich

In den Bergen bauten sich dunkle Wolken auf auf, so dass wir ein Gewitter befürchten mussten. Wir hatten jedoch Glück. Wir kamen trocken bis zu der von uns reservierten Unterkunft kurz vor Corte. Die war jedoch bei unserer Ankunft noch geschlossen, so dass wir mit den Fahrrädern weiter hoch in das Zentrum von Corte fuhren. Dort erwischte uns dann ein Regenschauer. Im Zentrum von Corte waren unsere Fahrräder wegen der steilen Straßen und vielen Treppen mehr hinderlich als nützlich, wir mussten uns die Zeit bis zur Öffnung unserer Unterkunft mit Warten vertreiben.

Noch fit genug

Unsere Unterkunft erwies sich als relativ komfortabel: große Zimmer mit Balkon und Garage für die Fahrräder. Sie hatte nur den Nachteil, dass sie weit weg vom Zentrum Cortes war. Frank war gerade auf dem Balkon als er Klaus und Harald auf der Straße an der Unterkunft vorbei fahren sah. Sein Pfeifen half nichts. Etwa 5 Minuten später kamen sie zurück. Am Abend gingen wir die etwa 3 km bis ins Zentrum von Corte zu Fuß. Frank und ich waren noch fit genug um die Treppen hoch bis zum Ausssichtpunkt unterhalb der Zitadelle zu gehen. Anschließend ein Abendessen in einer Pizzeria - wo sonst auch?


Tagesbilanz: 88 km, Höhengewinn: 872 Meter, effektive Fahrzeit: 5 Std. 30 Min.

Tag 12: Corte – Bastia

Unsere letzte Etappe

Das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite. Wir konnten unter blauem Himmel im Freien Frühstücken. Von unserer Unterkunft zunächst 2 km bis zum Bahnhof von Corte um uns die Straße durch Unterführung zu sparen. Noch waren wir uns nicht sicher, ob wir am folgenden Tag wieder hier sein werden (siehe Tag 13 Bahnfahrt). Jetzt lag die erste Steigung mit etwa 6 km und 260 Meter Anstieg vor uns. Nach dem wir ein kurzes Stück gefahren waren entschied sich Klaus alleine nach Bastia vorauszufahren um vorab das Fahrradgeschäft in Bastia aufzusuchen. Es dauerte dann auch nicht lange bis er kurz vor der Passhöhe aus unseren Blicken verschwand.

Der Anstieg wurde mit einem schönen Downhill belohnt. Dabei kamen wir durch Castrila, die Straße führte hier in Serpentinen abwärts. Etwa 3 km weiter wurde es ab einer Kreuzung völlig einsam. Auf dem folgenden 6 km langen Anstieg waren auf einer schmalem Straße 350 Meter zu ersteigen. Danach konnten wir die Räder eine halbe Stunde lang rollen lassen.

Keine Alternative

Nach 32 km (seit Corte) war der Spaß vorbei, denn wir hatten keine Alternative zur stark befahrenen Nationalstraße N193 bis Casamozza. Obwohl Casamozza 170 Meter tiefer liegt, mussten wir wegen des ständigen Auf und Ab auf diesem Teilstück insgesamt 360 Höhenmeter ersteigen. In Ponte Leccia Einkaufen in einem Supermarkt. Davor trafen wir zwei Radler die bereits zuvor auf Sardinien waren. Unter den schattigen Bäumen am Bahnhof von Ponte Novo dann eine Mittagspause. Auf dem weiteren Stück wurde Harald von den Insassen eines Pickup mit einer Flasche beworfen, aber glücklicherweise nicht getroffen. Idioten gibt es überall ...

Desto heftiger wurde der Verkehr

Ab Casamozza weiter auf kleinen Nebenstraßen mit vielen Abzweigungen. Es ging durch Felder, sowie Industrie- und Wohngebiete. Je weiter wir uns Bastia näherten, desto heftiger wurde auch hier der Verkehr. Ich verpasste dabei zweimal in Kreisverkehren die richtige Ausfahrt. Bei unserer Ankunft im Hotel in Erbajolo war Klaus schon auf dem Zimmer. Wir waren an diesem Tag bereits 'sportlich' genug, so dass wir zum Abendessen nicht weiter wie bis zur direkt neben dem Hotel liegenden Pizzeria wollten.


Tagesbilanz: 79,7 km, Höhengewinn: 1228 Meter, Höhenverlust: 1548 Meter, effektive Fahrzeit: 4 Std. 47 Min.

Tag 13: Eisenbahnfahrt Bastia - Ajaccio und zurück

Der lange Weg zum nahe gelegenen Bahnhof

Wir hatten uns den letzten Tag auf Korsika für eine Fahrt mit der Korsischen Eisenbahn reserviert, doch kurz davor kamen Zweifel auf ob es sich für uns lohnt. Am Vortag hatten wir bereits enttäuscht festgestellt, dass wegen der vierspurigen Straße vor dem Hotel kein direkter Weg zur der nur in 100 Meter Entfernung vom Hotel nächstgelegenen Haltestelle Erbajolo führt. Wir mussten deshalb zur etwa 1,3 km entfernten nächsten Haltestelle Montesoro laufen. Was eigentlich für uns kein Problem war, aber als Fußgänger auf einer vierspurigen Nationalstraße kommt dabei keine wirkliche Freude auf. Wir ließen unsere Fahrräder und unser Gepäck im Hotel.

Train à Grande Vibration

Die für uns einzige akzeptable Abfahrtszeit war 8:00 Uhr. Wir mussten deswegen früher wie üblich aufstehen und fertig sein. Das Frühstück im Hotel war als sparsam zu bezeichen. Es sollte aber auch von Vorteil sein, dass der Magen während der Bahnfahrt nicht zu voll war. Ich bin noch nie zuvor so stark durchgeschüttelt worden wie während der Bahnfahrt an diesem Tag. Die Bahn wird wegen der schlechten Schienen "Der Zitternde"oder "TGV" (Train à Grande Vibration) genannt (mehr dazu siehe unten unter 'Links'). Der Zug war beim Einsteigen noch relativ leer, doch spätestens ab Ponte Leccia musste man ihn als überfüllt bezeichnen. Wir hatten deshalb noch Fensterplätze gefunden, aber die Fensterplätze nutzten relativ wenig um viel von der Landschaft zu sehen, denn wenn der Zug nicht gerade durch einen der unzähligen Tunnel fuhr, dann war wegen des Grünzeug neben der Bahnstrecke auch nicht viel von der Landschaft zu sehen. Die zwei Bilder hier sind eine Ausnahme.

3 Stunden Zeit in Ajaccio

Die Bahn erreichte um 11:46 Uhr Ajaccio. Wir hatten bis zur Rückfahrt über 3 Stunden Zeit um uns die Füße in Ajaccio zu vertreten. Wir waren ja bereits vor 8 Tagen schon einmal hier. Wir liefen relativ ziellos durch Ajaccio. Wir kamen auf der anderen Seite bis zum Strand. Leider waren wir nicht fürs Baden ausgerüstet so dass wir nur das klare Wasser von oben ansehen konnten. An der Citadelle vorbei wieder zurück, hier konnte jedoch nichts besichtigt werden, abgesehen von ein paar Esel im Festungsgraben.

Wir waren deshalb wieder relativ früh zurück am Bahnhof. Der offensichtlich selbe Zug vom Morgen stand dort mit geöffneten Türen, so dass wir nicht die einzigen waren die bereits jetzt die Sitzplätze in Beschlag nahmen. Bis zur Abfahrt dauerte es noch über eine halbe Stunde lang. Weil die Klimaanlage ausgeschaltet war und die Fenster nicht geöffnet werden konnten war im Zug eine Hitze wie in einer Sauna. Während der Rückfahrt ging in der Gegend von Ponte Novo ein starkes Regenschauer herunter. Es war ein Regenbogen sichbar (Bild links). Der Zug erreichte gegen etwa 19 Uhr Bastia.

Abendessen wieder in der Pizzeria direkt neben unserem Hotel.


Tagesbilanz: 2 x 155 km mit der Bahn, effektive (einfache) Fahrzeit: 3 Std. 45 Min., höchster Punkt: etwa 930 Meter bei Vizzavona. Der genaue Verlauf der Bahnstrecken auf Korsika ist in der OpenRailwayMap ersichtlich. Siehe auch die Links unten für weitere Informationen zur korsischen Eisenbahn.

Tag 14: Bastia und Heimreise

Rückreisetage wären langweilig - wenn alles planmäßig verlaufen würde

Unsere Fähre fuhr erst um 13:30 Uhr ab, so dass wir den gesamten Morgen in Bastia zur Verfügung hatten. Unser erstes Ziel war das Fahrradgeschäft, in dem Klaus das Leihfahrrad wieder gegen sein eigenes austauschen musste. Nach etwa einer Stunde war es so weit, dass alle Umbauten an seinem Fahrrad erledigt waren. Vom Fahrradgeschäft weiter zu der in der Nähe liegenden Zitadelle von Bastia. Von hier hatte man unter anderem einen Ausblick zum Hafen (Bild rechts).

Nach einigem Hin- und Herfahren in Bastia war es dann an der Zeit, dass wir uns für das Einschiffen auf die Fähre anstellten. Wir mussten als Radfahrer wieder bis fast zu letzt warten um dann in - endlich in der Fähre - unter Zeitdruck unsere Fahrräder abzustellen.

Zeit für ein Mittagessen

Die Fahrtdauer bis Livorno betrug im Gegensatz zur Hinfahrt nur etwa 4 Stunden. Wir nutzten die Zeit für ein Mittagessen im Selbstbedienungsrestaurant der Fähre. Das Essen und die Preise waren akzeptabel. Den Rest der Fahrt verbrachten wir im Freien auf der Fähre. Nach dem Anlegen der Fähre in Livorno ging der Stress los. Wir durften ewig lange nicht zu unseren Fahrrädern. Als wir dann endlich in das mit Abgasen verqualmte Deck zu unseren Fahrrädern konnten, hatten wir kaum Zeit unser Gepäck an den Fahrrädern anzubringen. Dann wurde die Ausfahrt aus der Fähre auch noch von einem havarierten Wohnanhänger blockiert, so dass wir noch länger in den Abgasen warten mussten. Ich habe meine Kritik gegenüber Corsica Ferries kundgetan und die Rückmeldung erhalten, dass die "Information an den zuständigen Verantwortlichen mit der Bitte um Lösung des Problems weitergeleitet" wurde. Ob sich etwas ändern wird ...?

Glück gehabt

Endlich an Land in Livorno fuhren wir auf dem 'kürzesten' Weg zum Bahnhof. Es klappte deutlich besser wie bei der Hinfahrt. Hierzu muss man wissen, dass man im Hafen von Livorno für 300 Meter Luftlinie über 6 km weit fahren muss. Es gilt dabei die richtigen Brücken zu finden und sich von der Ausschilderung nicht verunsichern zu lassen. Wir waren erst wenige Minuten auf dem Bahnsteig als ein gewaltiger Platzregen herunter prasselte. Glück gehabt!

Der Zug nach Florenz stand schon einsam und verlassen am Bahnsteig. Aber der letzte Waggon mit dem Fahrradabteil stand im Platzregen. Wir musste deshalb unsere Fahrräder durch den ganzen Waggon schieben. Der Zug fuhr über Pisa und blieb die gesamte Strecke über fast leer. Das Informationssystem im Zug zeigte während der gesamten Fahrt lediglich eine WINDOWS-Fehlermeldung an. Im Florenz hatten wir ewig viel Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges nach München um 22:14 Uhr. Frank nutzte die Zeit für einen Rundgang in Florenz. Klaus besorgte Rotwein.

Zug ohne Fahrradabteil

Als unser Zug einfuhr machten wir uns auf die Suche nach dem Fahrradabteil. Es gab keins! Wir hatten jedoch die Reservierung für Fahrradstellplätze in der Hand. Der Zugbegleiter bat uns deshalb die Fahrräder in der Behinderten-Toilette abzustellen und versicherte uns die Tür bis zur Ankunft in München abzusperren. Es kam noch ein fünfter Radfahrer, so dass es für alle Fahrräder sehr eng in der Toilette wurde.

Abschlussfeier

Als wir endlich in unserem Liegewagenabteil waren, 'feierten' wir mit zwei Flaschen Rotwein und den restlichen Vorräten an Essbaren, wie Brot, Käse, korsischem Schinken und Schokolade den glücklichen Abschluss unserer Tour. Danach legten wir uns zum Schlafen. Weil ich nicht Schlafen konnte, wollte ich ein Buch lesen welches ich die Zeit ganze mitgeschleppt hatte. Das war jedoch nicht möglich weil das Licht viel zu funzelig war. Irgendwann bin ich dann doch eingedöst. Wir wurden vor der Grenze nach Deutschland mit einer Durchsage geweckt: Die besagte, dass in wenigen Minuten Ausweiskontrollen durchgeführt würden. Unsere Ausweise wurden jedoch nicht kontrolliert, es schaute lediglich ein Polizist kurz in unser Abteil. Offensichtlich sahen wir ehrlich genug aus. Die planmäßige Ankunft des Zuges in München war 6:30 Uhr.

Undank

Nach der Ankunft im Münchner Hauptbahnhof war das Ausladen unserer Fahrräder aus der Behinderten-Toilette angesagt. Die Tür war bereits geöffnet. Mein Rückspiegel war abgebrochen und lag am Boden. Ein anderer Radfahrer war ganz offensichtlich dafür verantwortlich!? Wir hatten ihn in Florenz beim Einladen geholfen. Das war jetzt der Dank dafür!

Das Wetter war gut, so dass wir für die restlichen 40 km bis Daheim ohne Problem unsere Fahrräder nehmen konnten. Auf halber Strecke, in Grünwald ein kleines Frühstück. Unterwegs sahen wir das Hochwasser der Isar als Folge des tagelangen Regens. Wir waren zur passenden Zeit auf Korsika ...

Fazit und GPX Tracks

Ja, Korsika ist wirklich die schönste Insel im Mittelmeer. Das überraschend viele Grün und die extreme Landschaft der Westküste muss man gesehen haben. Wir hatten auch die richtige Reisezeit (Mai/Juni) gewählt. Der Verkehr und das Gedrängle an den touristischen Attraktionen hielt sich in Grenzen. Auf Nebenstraßen waren wir oft ewig lange alleine unterwegs.

Die Gastfreundschaft der Korsen war stets bestens. Die Qualität der Unterkünfte war überwiegend hervorragend. Korsika ist schon alleine wegen des Essens eine Reise wert.

Leider kann eine Umrundung Korsikas nicht nur auf Nebenstraßen durchgeführt werden. In Karten eingezeichnete unbefestigte Wege waren häufig gesperrt oder unbefahrbar. Als Radfahrer muss man deshalb oft auf die nervigen Nationalstraßen zurück greifen. Fahrradwege haben wir nur auf sehr kurzen Strecken in Ajaccio und Bastia nutzen können.


Weniger begeistert war ich von der Hin- und Rückreise. Die Fahrradmitnahme im Zug war wieder einmal eine Katastrophe. Davon ausnehmen kann man zwar die Italienischen Regionalzüge, welche man eher als vorbildlich bezeichnen kann. Wäre nicht das Umsteigen! Fahrstühle sind für Fahrräder selten oder zu klein, so dass man sein schweres mit Gepäck beladenes Fahrrad die Treppen herunter und herauf wuchten muss. Auch die Corsica Ferries kann man für Radfahrer nur eingeschränkt empfehlen. Die Gebühr für die Fahrradmitnahme ist zwar relativ niedrig, aber als Radfahrer fühlt man sich wie ein lästiges Übel. Man darf froh sein, wenn man mitgenommen wird. Nachhaltiges Reisen passt offensichtlich nicht in die Geschäftsmodelle?


Was würde ich ein zweites Mal anders machen?

  1. Nicht wieder mit der Bahn anreisen! (aber auch nicht mit dem Auto)
  2. Statt der Mitnahme des eigenen Fahrrads würde ich mir eins vor Ort mieten (so wie z.B. auf Zypern).
  3. Statt einer Umrundung auf Autostraßen würde ich das Innere von Korsika mit dem Mountainbike erkunden.

Korsika-Tracks.zip Download aller Tracks dieser Korsika Tour im GPX-Format

Links

Nachfolgend einige weiterführende Links. (Bitte beachte die Hinweise zu Links im Impressum)

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