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D-Tour 2011

Willkommen auf der Trike Homepage von Klaus-Dieter Redeker, Lengenwies, Eurasburg

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12. Etappe, Muldetal Grimma bis Auerbach

Die Route sollte an der Zwickauer Mulde entlang und dann durch das Vogtland bis nach Bad Elster führen. Es wurde mir aber schnell klar, dass ich dieses Ziel bis zum Abend nicht erreichen konnte. Nur auf sehr wenigen Abschnitten kann man direkt am Ufer der Mulde fahren, zu oft ging es bergauf, bergab oder über große Umwege.

Grimma, Colditz

Vom Hotel in Grimma aus zunächst zum Muldetal Radweg in Richtung Süden. Nach etwa einer Stunde kommt das hoch über dem Muldetal gelegene Schloss Colditz in Sicht (Bild 3). In Colditz ist ein Radweg ausgeschildert, doch ich stelle zu spät fest, dass es nicht der Muldetal Radweg ist. Erst nach einigen Suchen finde ich den Muldetal Radweg: er beginnt als schmaler Trampelpfad unter der Mulde Brücke (51,1257N; 12,8023E).

Rochlitz, Sörnzig

Kurz vor Rochlitz überquert der Radweg in Untergeschoss einer Eisenbahnbrücke (51,0608N; 12,7956E) die Mulde (Bild 4). In Rochlitz versäume ich es wegen einer Baustelle die Seite der Mulde zu wechseln. Der Weg auf der rechten Seite der Mulde machte unterhalb des Schloss zunächst einen guten Eindruck, doch nach ein paar hundert Metern wurde der Weg zu einem Trail der etwa 20 m hoch oberhalb der Mulde führt.

In Sörnzig war das Weiterfahren auf der rechten Seite der Mulde wirklich nicht mehr ratsam. Eine Fußgängerbrücke führt hier auf die andere Seite der Mulde (Bild 5). Ein Schild listet seit 1922 die Benutzungsgebühren für den Muldesteg: "... für einmaliges Überschreiten des Steges von jeder Person: ... mit Fahrrad, Kinderwagen, leerem Schiebebock oder leerem Handwagen 20 Pfennig ...". Aber was würde es mit einem Liegerad kosten?

Auf der anderen Uferseite (bei Fischheim) begann ein zunächst gut ausgebauter Weg (51,0186N; 12,7894E), der als Porphyr-Weg ausgeschildert ist. Nach ein paar hundert Metern ist es nur noch ein Trampelpfad, und noch etwas später mit dem (Liege-) Rad fast nicht passierbar: Grobe Steine und Baumwurzeln machten das Vorwärtskommen zur Tortur (Bild 6). Fast alle Hindernisse waren im kleinsten Gang mit Schritttempo zu überwinden. Aber ein Sandloch mit einer dicken Baumwurzel dahinter zwangen mich dann doch zum Absteigen und Tragen.

Wechselburg

Unterhalb von Wechselburg wurde mir alles klar: der Weg war hier als "Walderlebnispfad" ausgeschildert. Nachher ist man immer klüger, ab Fischheim hätte man als Radfahrer besser die Straße benutzen sollen. Auf dem Hügel von Wechselburg ein Schloss und ein Benediktinerkloster. Auf der Suche nach einem befahrbaren Weg auf der anderen Seite wieder hinunter zur Mulde kam aus einem Fenster der Ruf "da geht es nicht weiter". Danke! Etwas später sah ich ein Hinweisschild zum Muldetal-Radweg.

Lunzenau, Glauchau

Ab Lunzenau war erst einmal Schluss mit dem Muldetal Radweg. Ab hier führt er auf einer relativ steilen Straße aus dem Muldetal heraus. Nach etwa 500 m gabelte sich die Straße, beide Richtungen waren als Radroute ausgeschildert. Sehr hilfreich! Man muss erst in die Karte schauen um zu sehen, dass es egal ist, welchen Weg man wählt. Ab Penig führt der Radweg wieder in der Nähe der Mulde. Nach 20 km erreicht man Glauchau. Dort führt die ausgeschilderte Radroute auf brutalem Kopfsteinpflaster am Bahnhof vorbei. Nach Glauchau endlich wieder der lang ersehnte ebene Muldetal-Radweg, so dass man bis Zwickau recht zügig voran kommt.

Zwickau

In Zwickau machte ich für eine Kaffeepause einen kurzen Abstecher ins Zentrum. Sonderangebot: 3 große Stück Quarkkuchen für 1,99 €. Die Bedienung konnte zunächst nicht glauben, dass ich die an Ort und Stelle selbst verdrücken wollte. Mit Hilfe von 2 großen Pötten Kaffee war das aber schnell erledigt. Auf kürzesten Weg zurück zum Muldetal Radweg.

Ab Planitz war Schluss mit dem gemütlichen Radfahren, denn ab hier musste ich das Muldetal verlassen. Die Straße nach Kirchberg war extrem verkehrsreich, im schlechten Zustand und ohne Radweg. Ab Kirchberg über eine Nebenstraße in Richtung Rodewisch.

Auerbach/Vogtland

Auf der Strecke von Kirchberg nach Rodewisch kam bei mir so etwas wie Panik auf: Es reichte mir für Heute. Dicke Wolken am Himmel und es ging ständig steil bergauf. Endlich sehe ich im Tal vor mir einen größeren Ort, es ist Rodewisch. Ich hoffte hier eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, doch das vom Navi vorgeschlagene Hotel war inzwischen eine Ruine. Passanten empfahlen mir, es in Auerbach zu versuchen. In Auerbach sah ich das Schild des Hotel "zum Kerkermeister". Es war ein Zimmer frei, sehr gut und preiswert. Auch mein Liegerad konnte ich problemlos abstellen.


Das Fazit der 12. Etappe: 125 km (Luftlinie 84 km), etwa 1000 Höhenmeter! Zeitdauer: 9:30 Std.

Profil

KDR GPS Tracker Höhenprofil


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Karte

Bild 1: GPS Track (OpenStreetMap CC-by-SA 2.0)

Muldebrücke

Bild 2: Auf der Muldebrücke bei Kössern

Schloss Colditz

Bild 3: Schloss Colditz

Brücke bei Rochlitz

Bild 4: Brücke bei Rochlitz

bei Sörnzig

Bild 5: alte Fußgängerbrücke bei Sörnzig

bei Wechselburg

Bild 6: Walderlebnispfad bei Wechselburg