Recumbent Pirat

D-Tour 2011

Willkommen auf der Trike Homepage von Klaus-Dieter Redeker, Lengenwies, Eurasburg

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D-Tour 2011 - Neue Herausforderungen

Trike in Berlin

Bild 1: Der Recumbent Pirat aus Bayern in Berlin

Die Idee

Nach einigen TransAlp war eine "Trans Germany", das heißt die Durchquerung Deutschlands mit dem Fahrrad eine neue Herausforderung. Nicht ganz unschuldig an der Idee zu dieser D-Tour war der Recumbent Pirats 'Captain' ;-)

Doch welche Probleme erwarten einen (Liege-) Radfahrer und wie viel Zeit ist für so eine Mega-Tour notwendig?

Die Luftlinie vom Norden Deutschlands bis zu den Alpen beträgt etwa 1000 km. Bei einer Durchschnitts- Geschwindigkeit von 20 km/h sind für die Hin- und Rückfahrt mindestens 100 Stunden Fahrzeit notwendig. Bei entsprechendem Trainingszustand kann man mit einem Liegerad problemlos 150 km und mehr pro Tag fahren. 3 Wochen Urlaub sollten deshalb für diese Tour ausreichen.

Bereits auf den ersten Etappen stellte sich heraus, dass diese Annahmen zu optimistisch waren. Mehr dazu in den Beschreibungen der Tagesetappen sowie im Fazit dieser Tour.


Die Route

Alpen - Ostsee

Ein Straßenschild, während dieser Tour mitten in Deutschland gefunden.

Ausgangspunkt für die Planung war ein zunächst 500 km langer Strich in die Karte (Bild 2): von der Haustür (Home, in der Nähe des Starnberger Sees) bis in den Teutoburger Wald, weiter über Hamburg an die Ostsee, dann über Berlin zurück in Richtung München. Diese sehr grob geplante Route hatte eine Länge von 1650 km.

die 1. Idee für die Tour im Programm KDR GPS Map

Bild 2: Die erste Idee für die D-Tour

In weiteren Schritten wurde die Route in einer hochauflösenden OpenCycleMap Karte immer weiter verfeinert. So weit, bis dass alle Details erkennbar waren und eine realistische Berechnung der Entfernungen möglich war. Die Route bestand zum Schluss aus etwa 1200 Navigations-Punkten. Die damit berechnete Gesamtentfernung betrug bereits 2200 km.

Diese Art der Routenplanung erscheint zunächst als umständlich. Frage: Hätte man sich die Route nicht einfach mit Hilfe eines im Internet verfügbaren Radtouren-Planer berechnen lassen können? Nicht wirklich! Das funktioniert effektiv nur über kurze Distanzen. Die manuelle Planung hat den weiteren Vorteil, dass man die Details einer Route bereits während der Planung kennen lernt und somit unterwegs keine "Überraschungen" erlebt.

Das Bild 4 (unten) zeigt die Etappen der effektiv gefahrenen D-Tour. Auf Grund vieler Umwege und ein paar zusätzlicher Ruhetage fehlten mindestens 1 Woche für die ursprünglich geplante Tour. Um wieder rechtzeitig daheim zu sein mussten die Etappen über Hamburg bis zur Ostsee entfallen. Es kamen insgesamt über 2000 km zusammen.

Links: WikiVoyage - Deutschland per Rad , Wikipedia - Liste der Radfernwege in Deutschland , RADNETZ Deutschland


Die Ausrüstung

Das Liegerad

Ohne Liegerad wäre die Idee der Deutschland-Tour wohl nicht entstanden. Für 2000 km und mehr in ein paar Tagen ist "gutes Material" notwendig. Viele Radwege sind in einem so schlechten Zustand, dass man sie nicht mit einem "normalen" Liegerad benutzen kann. Schwierige Strecken stellen jedoch kein Problem für das Liegerad des Autors (Bild 1) dar. ;-) Die von Haus aus robuste Konstruktion der KMX Viper wurde mit Ballon- (Niederdruck-) Reifen, einem extra gepolsterten Sitz, drei Schaltungen mit insgesamt 81 Gängen und hydraulischen Scheibenbremsen verbessert. Das Gewicht der am Hinterrad angebrachten Gepäcktaschen verschiebt den Schwerpunkt des Liegerads weiter nach hinten, was eine bessere Traktion und eine höhere Spurstabilität beim Bremsen zur Folge hat.

Bild 3: Ausschnitt aus der OpenCycleMap (OpenStreetMap CC-by-SA 2.0)

OpenCycleMap

Die Navigation, digitale Karten und GPS

Die Routen sollten so weit wie möglich über Radfernwege (Radwanderwege), und wo das nicht möglich war, über verkehrsarme Nebenstraßen führen. Für die Planung und Navigation ist deshalb eine Unmenge an hochauflösenden Karten notwendig. Früher hätte man für so eine Tour ein Kilo Papierkarten benötigt. Heute reicht eine Fingernagel-große Speicherkarte.

Die Routenplanung und mobile Navigation erfolgte mit dem Programm KDR GPS Map (Bild 2). Damit ist es u. a. möglich unterwegs weitere Kartenabschnitte nachzuladen. Das ist z. B. im Fall einer spontan geänderten Route sehr praktisch. Die Tour war somit auch ein Praxistest für die Programme des Autors.

Als Karte kam vorwiegend die OpenCycleMap zum Einsatz. Sie ist als OpenStreetMap (OSM) kostenlos im Internet verfügbar und im Vergleich zu herkömmlichen Karten stets viel aktueller. In dieser Karte sind Radrouten als dicke rote oder blaue Linien hervorgehoben, sowie Radwege als gestrichelte blaue Linien. Das Bild 3 zeigt einen Kartenausschnitt mit dem Zoom Level 15. Der Level 13 ist für die Navigation Unterwegs bereits vollkommen ausreichend. Die dünne rote Linie ist eine eingeblendete GPS Aufzeichnung dieser Tour.

Für die Kartenausschnitte auf den folgenden Seiten wurde die OSM Bike & Hike Karte als Hintergrund verwendet. (Tipp: Zum "Weiter-Navigieren" einfach auf den Link unterhalb der Karten klicken.)

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Alle Etappen wurden mit dem Programm KDR GPS Map aufgezeichnet. Diese Aufzeichnungen und einige hundert Fotos bilden die Grundlage für die Tourenberichte. Der Autor erzählt hier im Blog-Stil, denn reine Routenbeschreibungen wären wohl eher langweilig ...

Übersicht der Etappen
und Auswahl der
Beschreibungen

Bitte auf eine Etappe in der Karte klicken:

Tourenübersicht

(OpenStreetMap CC-by-SA 2.0)

Bild 4: Die Etappen der effektiv gefahrenen Tour

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Etappe

Entfernung
/ km

Höhenmeter
/ m

Fahrzeit
/ Std.

1.

145

600

08:40

2.

135

700

09:20

3.

115

440

07:00

4.

112

900

11:00

5.

169

1000

08:50

6.

134

900

08:25

7.

150

650

09:15

8.

165

250

09:10

9.

131

250

08:25

10.

132

300

09:00

11.

95

230

07:00

12.

125

1000

09:30

13.

91

1150

08:50

14.

149

750

10:30

15.

172

490

11:00

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